Kreis Germersheim Holznachfrage etwas Geringer

Förster Florian Korff muss das Fällen von Bäumen entlang der Westheimer Straße ins Auge fassen.
Förster Florian Korff muss das Fällen von Bäumen entlang der Westheimer Straße ins Auge fassen.

Intensiv mit dem Gemeindewald beschäftigt, hat sich der Ortsgemeinderat Westheim: Revierförster Florian Korff blickte auf das Forstjahr 2017 zurück, informierte über den aktuellen Stand, gab einen Ausblick auf 2019 und beantwortete Fragen.

Laut Korff hat das Jahr 2017 „sehr positiv, mit einem ordentlichen Plus“ von 19.000 Euro abgeschlossen. Grund: Die Kosten für das 2016 geerntete Holz wurden noch im gleichen Jahr, Erlöse aber erst 2017 gebucht. Voraussichtlich besser als erwartet, schließe das laufende Jahr ab. Geplant gewesen sei ein Defizit von 15.000 Euro: „Im Moment liegen wir bei minus 8000 Euro“, sagte Korff, räumte aber auch ein, dass „die Zahl noch variieren“ könne. 2018 hätten „alle Baumarten extrem gelitten“, bedauerte er. Und kündigte das Fällen von Bäumen entlang der Westheimer Straße an: „Dieser Sommer wird sich auswirken.“ Für 2019 weise der Forsthaushalt ein Defizit von 5000 Euro aus. Korff wies auch hier auf die Unsicherheit hin: „Die Zahl ist variabel, von Witterungsverhältnissen abhängig.“ Im Plan stehen Einnahmen von 41.000 Euro, Ausgaben von 46.000 Euro gegenüber. Der Förster plant, nächstes Jahr 860 Festmeter Holz einzuschlagen. 758 Festmeter davon können aber nur verkauft werden. Denn: Der Rest ist „nicht verwertbares Holz, das im Wald verbleibt“. 38.700 Euro sollen aus dem Holzverkauf in die Kasse fließen. 15.300 Euro an Kosten fallen aber auch an, um das Holz zu ernten. Unter dem Strich steht somit beim Holz ein Plus von 23.400 Euro. Weitere Kosten (15.600 Euro), denen lediglich Einnahmen von gut 2500 Euro für die Jagd gegenüberstehen, fallen für den „sonstigen Forstbetrieb“ an. Somit ergibt sich dort ein Minus von 13.100 Euro. Der „sonstige Forstbetrieb“ umfasst die Waldbegründung (Bepflanzen und Ausmähen von Kulturen, 6100 Euro), die Waldpflege (Dimensionierungseingriffe wie Wertastung und Pflege von Zukunftsbäumen, 1000 Euro), den Waldschutz gegen Wild (Zäune, 500 Euro), die Verkehrssicherung und Umweltvorsorge (5000 Euro) sowie den Wegeunterhalt (3000 Euro). Der Ansatz für Verkehrssicherung und Umweltvorsorge sei von 2000 auf 5000 Euro erhöht worden: „Ich tue mir da aber schwer, vernünftige Angaben zu machen“, gestand Korff. Für den Wegeunterhalt habe er einen Mittelwert angesetzt. Der Ansatz sei ebenfalls „extrem von der Witterung abhängig“. Ein weiterer kostenintensiver Bereich: die „Beträge der Kommune“ (15.400 Euro). Sie umfassen unter anderem die Bezahlung des Försters. Für Selbstwerber sei genügend Holz da: „Es ist kein Problem für Westheimer, an Holz zu kommen, sagte er auf Anfrage von Uwe Wagner (SPD). Und gab an, dass die Zahl der Selbstwerber 2017 etwas abgenommen habe, die nachgefragte Holzmenge geringer gewesen sei. Für dieses Jahr seien 1000 Ster angemeldet: Wenn die Menge nicht benötigt würde, wäre das „für den Wald kein Fehler“, betonte er. 2600 Ster Brennholz, also ein Drittel des gesamten Holzeinschlags, seien 2014 benötigt worden: „Das ist ein bisschen heftig, zu viel für den Wald.“ Übrigens: Ab 2019 wird Stamm- und Industrieholz über Holzvermarktungsorganisationen verkauft. Damit das Brennholz für Selbstwerber weiter über die Kommune und den Förster abgegeben werden darf, war ein formaler Beschluss nötig, den der Rat einstimmig fasste. Susanne Grabau (FWG) bereitet die Ausbreitung der Herkulesstaude Sorge. Korff bestätigte deren Ausbreitung und räumte ein, das Problem bis vor zwei Jahren „nicht sonderlich ernst genommen“ zu haben. „Wenn sie direkt am Wegrand steht, können wir sie abmulchen“, schlug er vor. Ortsbürgermeisterin Inge Volz (SPD) informierte, dass im Zuge der neuen Biovergärungsanlage (wir berichteten) noch weiteres gemeindeeigenes Gelände für ein weiteres Bauwerk benötigt werde.

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