FRECKENFELD
Hohlwege werden aufgeweckt
Eigentlich wollten im Mai Gemeinderat und Bürger die Hohlwege anschauen, die mit der Aktion Südpfalzbiotope aus dem Dornröschenschlaf geholt werden sollen. Das fiel coronabedingt aus. Ortsbürgermeister Martin Thürwächter kündigte jetzt an, dass die Begehung der Kleine Hohl, Hergesweiler Hohl, südliche und nördliche Windener Hohl, Landauer Hohl sowie eine Steilwand im Rink zeitnah im Frühsommer nachgeholt wird.
Im Oktober 2019 hatte Kurt Garrecht, Vorsitzender des Naturschutzverbandes Südpfalz (NVS), die Aktion vorgestellt. Es solle ein flächiger Biotopverbund für Flora und Fauna, insbesondere für die Wildbienen entstehen. Schon im Dezember stimmte der Rat der Aktion Südpfalzbiotope zu und erteilte nun dem Maßnahmeplan seine Zustimmung, wobei sich ein Ratsmitglied der Stimme enthielt. Der NVS nimmt rund 627.000 Euro in die Hand, um die „alten Reliktbiotope des Kandeler Lössriedels“ zu erhalten und zu fördern. Das sei in diesem vollständig wein- und ackerbaulich genutzten Bereich von großer Bedeutung, so der NVS.
In den nächsten 15 Jahren werden die Arbeiten an den Hohlwegen von einem Zweckverband im Rahmen einer Grunddienstvereinbarung ausgeführt. Das kostet die Gemeinde nichts, die gute halbe Million Euro vom NVS sind Ersatzgelder, die das Land beispielsweise dort einsetzt, wo Windräder entstanden sind.
Erste Ferienbetreuung muss gleich ausfallen
Die Ferienbetreuung in Freckenfeld muss wohl abgesagt werden. Diesen Eindruck teilte Ratsmitglied Helmut Thürwächter (CDU) mit. Er hatte mit Vereinen des Dorfes erstmals ein einwöchiges Ferienprogramm für die Freckenfelder Schüler organisiert. Das war in der Gemeinde sehr gut angekommen. Doch unter Corona-Bedingungen sei die geplante Ferienbetreuung nicht mehr durchführbar, bedauerte er. Zumal jeder Tag von einem anderen Verein gestaltet werde. Einige Vereine hätten schon abgesagt. „Der Trend ist zur Zeit negativ“, sagt Helmut Thürwächter. „Wir haben auch die Ferienfreizeit absagen müssen“, fügte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Volker Poß als schwachen Trost hinzu. Ratsmitglied Dagmar Rief (CDU) verwies darauf, dass in den Vereinen noch mehr Unsicherheiten bestehen. So sei beispielsweise die Frage, ob und wann sie ihre Vereinsheime wieder öffnen könnten, derzeit noch völlig offen.