Wörth / Karlsruhe Hochwasser-Welle am Rhein: Ursachen, Prognosen und Pegelstände

Die Schifffahrt wird von der derzeitigen Hochwasser-Welle nicht beeinträchtigt. Unser Foto zeigt ein Schiff, das die Rheinbrücke
Die Schifffahrt wird von der derzeitigen Hochwasser-Welle nicht beeinträchtigt. Unser Foto zeigt ein Schiff, das die Rheinbrücke Wörth/Karlsruhe passiert; am Ufer an oberen Bildrand liegt das Pegelhaus Maxau.

„Eigentlich kann man sagen, der Rhein kann das Wasser brauchen und der Bodensee auch.“ – Ute Badde von der Hochwasser-Vorhersagezentrale HVZ Karlsruhe sieht die derzeitige Hochwasser-Welle gelassen. Zwar werde es ab Montagmittag einen Anstieg um „ordentliche 2 Meter“ geben, der Wasserstand werde aber nicht in kritische Bereiche gehen, so die Einschätzung von Badde.

Ursache: Regen in den Alpen

Ursache des Hochwassers im August 2023 seien vor allem starke Regenfälle in Teilen der Alpen. Die schlagen aber nicht voll auf den Rhein durch: „Im Bodensee haben wir noch ziemlich viel Platz“, sagt Badde, auch wenn dort die Pegel bereits gestiegen seien. Ausschlaggebend sei aber vor allem das Wetter. Und da sagen die Prognosen, dass die Regenfälle morgen vorbei sind.

„Wenn es in den nächsten 5 Tagen weiter regnen würde, wäre die Situation eine ganz andere“, sagt Badde. Der Anstieg sei auch deshalb so stark, weil der Rhein lange unter seiner mittleren Wasserhöhe lag: „Das ging schon im Frühjahr ja sogar schon in Richtung Niedrigwasser.“

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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Am Pegel Maxau knapp 7 Meter

Derzeit sieht die Prognose am Pegel Maxau einen Anstieg von knapp 5 Meter auf knapp 7 Meter am Mittwochmittag vor. Danach fällt das Wasser langsam wieder. Damit würde die Hochwasser-Meldemarke 1 überschritten, sie liegt am Pegel Maxau bei 6,50 Meter. Dann dürfen nur noch Schiffe mit UKW-Funk fahren, deren Kapitäne sich ständig über die aktuelle Situation informieren können. Gesperrt wird der Fluss erst bei einem Pegelstand von 7,30 Meter.

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Pegel Speyer und Mannheim: Situation entspannt

Den Pegel Speyer passiert die Scheitelwelle voraussichtlich am Donnerstagmittag. Mit 5,50 Meter bleibt sie deutlich unter der dortigen Hochwasser-Marke 1 (6,20 Meter). Noch entspannter ist die Situation am Pegel Mannheim: Dort bleibt das Hochwasser mit maximal 4,50 Meter trotz eines Anstiegs um gut 2 Meter deutlich unter der Hochwasser-Marke (6,50 Meter).

Eine Übersicht des Hochwasservorhersagediensts Rheinland-Pfalz für die Pegel in der Region finden Sie auf folgenden Seiten: Maxau, Speyer und Mannheim.

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