Wörth Hochwasser und Starkregen: Darauf muss man vorbereitet sein

Landunter bei Maximiliansau im November 2002.
Landunter bei Maximiliansau im November 2002.

Mit einem Schutzkonzept will die Stadt Wörth mögliche Schäden begrenzen. Vor allem sollen die Bürger informiert werden, was sie selbst tun können oder sollten.

Hochwasser und sintflutartige Regenfälle: Darauf muss man vorbereitet sein. Das war den Menschen gerade am Rhein schon aufgrund eigener Erfahrungen lange Zeit sehr bewusst. Schon in Zeiten, in denen es noch keine Bagger gab, legten sie deshalb mühsam Deiche an. Heute genügt die Erfahrung als Grundlage nicht mehr: Auch die Stadt Wörth arbeitet an einen Hochwasser- und Starkregen-Vorsorgekonzept. Im Zentrum der Bemühungen stehen die Bürger.

Mittlerweile gibt ein vorläufiges Konzept, so Thomas Krämer (Grüne), Beigeordneter der Stadt Wörth. Ab Mittwoch wird es in Bürgerversammlungen zur Diskussion gestellt. Die Arbeit daran laufe seit 15 Monaten, sagt Krämer. Beauftragt wurde das Ingenieurbüro Björnsen Beratende Ingenieure (Speyer), wichtiger Teil der bisherigen Arbeit waren Begehungen in allen vier Ortsbezirken. Dazu waren ortskundige Fachleute eingeladen. Wichtig für Wörth waren beispielsweise Vertreter der Bahn. „Von ihren erfuhren wir von Durchlässen in den Bahndämmen, von denen wir bisher nichts wussten“, so Bürgermeister Dennis Nitsche (SPD).

Viele Wissen bei den Feuerwehren

Viel Wissen gebe es in der Stadt aber vor allem bei den Feuerwehren, so Nitsche und Krämer. Dieses Wissen, das meist aus persönlicher Erfahrungen resultiert, solle jetzt in Diensthandbücher gegossen werden. Das Ziel: auch jemand, der erst einen Tag zuvor angefangen hat, finde eine Anleitung, bei welchem Pegelstand welche Schieber zu öffnen oder zu schließen sind, wann eine Pumpe eingesetzt werden muss oder ähnliches.

Hier habe aber die Stadt ihre Aufgaben weitgehend erledigt. Auch für einen Anstieg der Kehle in Maximiliansau wie zuletzt beim Hochwasser 2021 gebe es mittlerweile genug Pumpen, um das Wasser zum Schenck-Gelände am Rhein befördern, sagt Nitsche.

Bürger informieren

Zweck des Erstellung des Hochwasser- und Starkregenkonzept sei es aber auch, den Bürgern zu sagen, was sie selbst tun können, sollten oder eigentlich müssen. Vor allem die Rückschlagklappen in den Kellern seien immer wieder ein Thema, so Nische und Krämer. Sie verhindern, dass Wasser aus der Kanalisation in die Keller fließt, wenn das Rheinhochwasser landeinwärts drückt. Diese Klappen müssten regelmäßig überprüft und gewartet werden – sonst stellt im Schadensfall womöglich sogar die Versicherung unangenehme Fragen.

Das Ingenieurbüro Björnsen wird bei den Bürgerversammlungen in den Ortsbezirken das Projekt und die bisherigen Grundlagendaten vorstellen und im Zuge des Workshops die Erfahrungen, Vorstellungen und Vorschläge der Bürger aufnehmen und diskutieren. Wer Bilder von vergangenen Hochwassern oder Starkregenereignissen sowie der entstandenen Schäden hat, wir gebeten, dieses Material mitzubringen.

Termine

Büchelberg und Schaidt: Mehrzweckhalle Büchelberg, 30. August, 18 Uhr
– Wörth: Festhalle Wörth, 6. September, 17 Uhr
–Maximiliansau: Tullahalle, 13. September, 18 Uhr
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