Kreis Germersheim Heute ist sein erster Schultag – als Direktor in Wörth

IGS-Schulleiter Jörg Engel.
IGS-Schulleiter Jörg Engel.

«Wörth.» Die IGS (Integrierte Gesamtschule) Wörth hat einen neuen Schulleiter: Rechtzeitig zum Schuljahresbeginn erhielt Jörg Engel vom Vertreter der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), dem leitenden Regierungsdirektor Andreas Bommer, am Freitag die Ernennung zum zunächst kommissarischen Direktor überreicht. Er tritt damit die Nachfolge von Direktor Karlheinz König an, der Ende des letzten Schuljahres in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Der 49-jährige Pädagoge aus Pleisweiler war bisher der ständige Vertreter des Schulleiters am Gymnasium im Alfred-Grosser-Schulzentrum Bad Bergzabern. In Köln geboren, wuchs er in Westberlin auf und absolvierte nach der Mittleren Reife zunächst eine Lehre als Offsetdrucker. Danach ging er wieder in die vorher besuchte Schule zurück und legte mit 21 Jahren sein Abitur ab. An der Freien Universität (FU) Berlin studierte Engel Sport und Geschichte und kam 2000 ins Referendariat in Berlin. Da es danach dort keine freien Stellen gab, hat er drei Jahre lang in Brandenburg mit Verträgen gearbeitet – zweimal an einer IGS. „2005 las ich die Ausschreibung einer schulscharfen Stelle mit den Fächern Sport und Geschichte im Bundesland Rheinland-Pfalz, und zwar im Gymnasium Bad Bergzabern. Dann dachte ich, dass dies etwas für mich sei und bewarb mich“, erzählt Engel. Tatsächlich erhielt er diese Stelle. Nach einiger Zeit wurde er dort zum Studiendirektor bei der Schulleitung ernannt und erhielt unter anderem die Funktion als Organisationsleiter, bevor er dann zum ständigen Stellvertreter des Direktors befördert wurde. „Ich habe diesen Schritt in die Pfalz nie bereut. Ich traf viele nette Menschen und hatte einen guten Arbeitsbereich – alles hat gepasst“, meint Engel recht euphorisch. Als der Vater von vier Kindern im Frühjahr im Amtsblatt die Ausschreibung der Stelle des Direktors an der IGS Wörth las, sah er nach zwölf Jahren in Bergzabern die Möglichkeit, selbst eine Schule zu leiten. Dabei hatte er diese Aufgabe schon einige Monate wahrnehmen müssen, als die Schule in einer Übergangszeit ohne Direktor war. Er unterzog sich der üblichen Überprüfung durch die ADD und stellte sich dem Schulträgerausschuss des Kreises und dem Schulausschuss der IGS Wörth vor. „Im Juli habe ich dann offiziell erfahren, dass ich die Stelle bekommen werde. Im Moment muss ich mich hier orientieren, Strukturen und Arbeitsabläufe an der Schule und natürlich das Kollegium kennenlernen. Das läuft bisher auch gut“, sagt Engel. Nach seinen Visionen als Schulleiter der IGS Wörth gefragt, erklärt er, dass er die Schule in Bezug auf digitale Medienbildung voranbringen möchte. Für ihn stelle sich auch die Frage, warum die Schule keinen Namen trage. Hier möchte er aktiv werden.

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