Kreis Germersheim Haushalt: Noch mit komfortablem Finanzpolster

Vollmersweiler. „Der Haushalt unterscheidet sich nicht wesentlich von dem vorherigen“, sagte Ortsbürgermeister Roland Kelemen in der Sitzung des Ortsgemeinderates von Vollmersweiler, dessen Mitglieder dem Etat alle zustimmten. Der Ergebnishaushalt sieht in 2017 ein Minus von 40.680 und in 2018 von 16.660 Euro vor. Im Finanzhaushalt liegt das geplante Defizit in 2017 bei 18.380 und in 2018 bei 2410 Euro.
17.000 Euro sind für den möglichen Breitbandausbau, 3500 Euro für die Instandsetzung und Erhaltung der Friedhofsmauer und 10.000 Euro für die Aufstellung des Bebauungsplans für die Erweiterung West eingestellt. Die Sanierung des Wasserackerweges soll maximal 50.000 Euro kosten, wobei aber wieder 48.500 Euro an Zuschüssen zurückfließen. Die Gemeinde muss keine Kredite aufnehmen und keine Verpflichtungsermächtigungen eingehen. „Die Ortsgemeinde hat noch ein relativ gutes Finanzpolster von 204.000 Euro“, erklärte Pia Winkelblech von der Verbandsgemeindeverwaltung Kandel. Rolf Tresch von der Firma RMT aus Zug/Schweiz, die mit ihrem Tochterunternehmen GG Infra Investment AG bereits in der Südpfalz tätig ist, informierte über die Möglichkeiten zum kostenlosen Ausbau der Breitbandinfrastruktur, insbesondere über die Herstellung eines Glasfasernetzes auch in Vollmersweiler. Mit diesem neuen Netz sind in der FTTB-Technik, bei der die Glasfaser bis ins Gebäude verlegt wird, laut Tresch Geschwindigkeiten von mehr als 1000 Mbit/Sekunde grundsätzlich denkbar. „Wir lassen alle Provider auf unser Netz“, sagte Tresch. Zur Aufnahme der Technik müsste ein Schiffercontainer aufgestellt werden. Jens Winter von NX4-Networks aus Erlenbach bei Dahn stellte die Produkte des Providers LYTE vor. „Die Gemeinde würde einen zukunftsweisenden Schritt machen. Dies erscheint mir empfehlenswert“, sagte Ortsbürgermeister Kelemen. Man müsse die Informationen „sich aber erst setzen lassen“ und weiter überlegen, ob die Gemeinde einen Kooperationsvertrag abschließen wolle. |ali