Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Hagenbach: Fusion mit Stadt Wörth diskutiert

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Da war sie wieder: Die im Verbandsgemeinderat Hagenbach zwar nicht verpönte, aber auch nicht richtig ernst genommene Frage nach einer freiwilligen Fusion mit der Stadt Wörth. Im April stellten sie die Grünen per Pressemitteilung – am Donnerstag ein Bürger in der Einwohnerfragestunde.

Im April brachten die Grünen eine freiwillige Fusion der kleinen Verbandsgemeinde Hagenbach mit der größeren Stadt Wörth ins Gespräch. Deren Sprecher im Verbandsgemeinderat, Günter Logé, bezeichnete dies damals als „kommunalpolitisches Gebot der Vernunft“. Man sei alleine schon lange „zu klein, zu teuer, zu ineffizient“. Die Reaktionen: Wörths Bürgermeister Dennis Nitsche (SPD) zeigte sich auf RHEINPFALZ-Anfrage „sehr aufgeschlossen“ und gab zu, „in der Tat auch schon – allerdings ohne gleich an die Öffentlichkeit zu gehen – Denkanstöße gegeben“ zu haben. Vertreter von CDU, SPD und Freien Wählern im Verbandsgemeinderat Hagenbach gaben sich hingegen zurückhaltend, ebenso der Verbandsbürgermeister Reinhard Scherrer (SPD).

Heikles Thema

Ob es denn mittlerweile Bestrebungen gegeben habe, die Struktur der Verbandsgemeinde Hagenbach der Struktur der Stadt Wörth anzugleichen: Diese Frage stellte ein Bürger am Donnerstag in der Verbandsgemeinderatssitzung. Aus der Verbandsgemeinde Hagenbach könne doch, so sein Gedanke, eine „echte“ Stadt Hagenbach mit Ortsteilen (Hagenbach, Neuburg, Berg und Scheibenhardt) werden. Ein heikles Thema, wie man an den Reaktionen am Ratstisch erkennen konnte. Stellung bezog aber nur einer: Verbandsbürgermeister Scherrer. Er habe das Thema nicht angestoßen, holte er zur Antwort aus. Ihm sei aber früh bewusst gewesen, dass die Verbandsgemeinde Hagenbach nur mit Kooperationen langfristig erhalten bleibe. In Sachen Feuerwehr kooperierte Scherrer daher mit Kandel, beim Thema „neue Gewerbegebiete“ mit Wörth und beim Ordnungsdienst teilweise mit Rülzheim. „Ich bin ein Verfechter von Kooperationen“, erklärte der Verbandsbürgermeister jetzt. Wie eine Fusion mit Wörth ausschauen könne, „ist nicht mein Thema“, so Scherrer. Er betonte aber, man müsse sich „der Konsequenz und des rechtlichen Rahmens bewusst sein“, die eine Einheitsgemeinde bringe. „Ein Exkurs von zwei bis drei Stunden wäre nicht das Schlechteste für die Gemeinderäte“, so der Bürgermeister abschließend.

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