Kreis Germersheim Hündin Suna sorgt für Laune beim Lernen

Schüler sind begeistert von Suna, Lehrerin Nadine Schwarz hält den Einsatz ihres Schulhundes für pädagogisch wertvoll.
Schüler sind begeistert von Suna, Lehrerin Nadine Schwarz hält den Einsatz ihres Schulhundes für pädagogisch wertvoll.

Die Geschwister-Scholl-Realschule plus in Germersheim hat tierischen Zuwachs bekommen. Ab November wird Suna, eine 17 Wochen alte Magyar Vizsla-Hündin ebenfalls die Schulbank drücken: Sie absolviert eine Ausbildung zum Schulhund. Im Mai 2018 wird sie die Prüfung ablegen und dann offiziell ihre „Arbeit“ in der Schule aufnehmen.

Doch bis es soweit ist, darf Suna erst einmal das ganze Schulgebäude beschnüffeln und in den Pausen die ersten Kontakte zu den Schülern herstellen, sich ausgiebig von ihnen streicheln lassen und Bällchen spielen. Ihre Besitzerin, die Lehrerin und Pädagogische Koordinatorin Nadine Schwarz, finanziert die Schulhundeausbildung im Ausbildungszentrum für Tiergestützte Pädagogik in Rheinland-Pfalz von rund 1000 Euro aus eigener Tasche. Neben dem regelmäßigen Besuch der Hundeschule in Offenbach muss sie mit ihrem Hund an fünf Wochenenden zu den vorgesehenen Seminaren nach Bernkastel-Kues fahren. „Ich bin davon überzeugt, dass sich der Aufwand lohnen wird, denn Suna ist eine wirklich tolle Hündin. Als ungarischer Vorstehhund ist sie sehr intelligent und liebenswert. Sie erfüllt alle Wesensanforderungen an einen Schulhund, denn sie ist ausgeglichen und freundlich, entspannt bei Geräuschen und vor allem liebt sie Kinder“, erzählt Schwarz stolz. Dass Tiere einen positiven Einfluss auf den Menschen haben und im Schulalltag für Freude, Wohlbefinden und ein gutes Klassenklima sorgen können, das bestätigt auch Schulleiter Gernot Stentz. Seit einem Jahr setze die Schule bereits erfolgreich etwa ein Mal im Monat den „Probe-Schulhund“ Peter (Mops) im Unterricht ein. Er liegt dann vorne neben dem Pult in seinem Körbchen. Und wenn die Schüler unruhig werden, macht die Lehrerin darauf aufmerksam, dass das für Peter zu laut sei. Die Schüler haben gelernt, darauf Rücksicht zu nehmen, und werden tatsächlich leiser. „Kinder, die neu an unsere Schule kommen, noch kein Deutsch sprechen, haben über den Schulhund die Möglichkeit, sofort Kontakt aufzunehmen, sich schneller und leichter zu öffnen und über sich und ihre Erlebnisse zu erzählen. Beim Streicheln eines Tieres geht das Herz auf“, sagt Schulleiter Stentz. Er freue sich sehr darüber, dass sich im vergangenen Jahr die Schulleitung zusammen mit dem Schulelternbeirat für die Anschaffung eines Schulhundes ausgesprochen hatten. Auch danke er der Schulbehörde und dem Schulträger, die keine Bedenken äußerten. In einem Brief wurden kürzlich die Eltern aller Schüler über den Schulhund informiert. „Wenn Eltern den Kontakt mit Suna verbieten oder ein solcher aufgrund einer Hundehaarallergie erst gar nicht möglich ist, dann werden wir darauf selbstverständlich Rücksicht nehmen“, erklärt Stentz. Angst müsse keiner vor Suna haben, denn sie sei ein ausgesprochener freundlicher und braver Hund. Auf dem Schulgelände werde sie angeleint und laufe auch nicht frei herum. „Suna ist gesund, wird regelmäßig entwurmt und geimpft, so dass sich die Eltern keine Sorgen machen müssen. Für die Schüler gibt es gewisse Regeln im Umgang mit Suna, wie etwa das Händewaschen nachdem sie das Tier gestreichelt haben. Die Schüler lernen Verantwortung für ein Tier zu übernehmen, auf Suna zu achten und zu akzeptieren, wenn sie sich beispielsweise nach dem Spielen zurückziehen und im Körbchen schlafen will“, sagt Schwarz. Nach der Schulhundeausbildung wird Suna kurze Einsätze im Förderunterricht sowie in den Arbeitsgemeinschaften (AG) haben, die am Nachmittag stattfinden. Danach kann sie bei Bedarf auch im Regelunterricht eingesetzt werden.

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