Hatzenbühl RHEINPFALZ Plus Artikel Gewerbegebiet Gereutäcker in Hatzenbühl geht in zweite Runde

Die Gemeinde rechnet für dieses Jahr mit fünf Millionen Euro Einnahmen aus dem Verkauf von Grundstücken.
Die Gemeinde rechnet für dieses Jahr mit fünf Millionen Euro Einnahmen aus dem Verkauf von Grundstücken.

Vorerst zum letzten Mal auf unbestimmte Zeit traf sich der Gemeinderat zu einer öffentlichen Sitzung. Das Gremium war auf den großen Saal im Dorfgemeinschaftshaus ausgewichen, um ausreichend Sicherheitsabstand zwischen den Ratsmitgliedern herstellen zu können.

Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin informierte am Morgen nach der Sitzung telefonisch über die beschlossenen Tagesordnungspunkte. Beschlossen wurde der Forsthaushalt für das Jahr 2020. Das Forstamt Bienwald Kandel war ausnahmsweise nicht bei den Beratungen mit dabei. Im Hatzenbühler Wald ist nach derzeitigem Stand ein Einschlag von 180 Festmetern vorgesehen, die Ausgaben für Personal oder Technik von rund 24.000 Euro werden die Einnahmen durch Holzverkäufe voraussichtlich um rund 11.000 Euro übersteigen.

Weiteres Thema in der Sitzung waren der Haushaltsplan für dieses Jahr. In der dazu gehörenden Investitionsübersicht sind Einnahmen aus dem Verkauf von Grundstücken im Wohngebiet „Hinter dem Unterdorf“ von fünf Millionen Euro aufgelistet, die Erschließungskosten für das Gebiet fielen weitgehend auf die Vorjahre. Weitere Großprojekte sind das Erweitern des Gewerbegebietes „Gereutäcker“ Teil zwei (Kosten 720.000 Euro), um bestehenden örtlichen Gewerbebetrieben das Erweitern zu ermöglichen. Für 570.000 Euro, das hatte der Rat bereits entschieden, wird ein ehemaliges Schreinereigelände Ecke Kirchstraße/Kirchwiesen gekauft. Dort könnte bei Bedarf eine neue Kindertagesstätte errichtet werden, falls dies aufgrund des neuen Kita-Gesetzes und steigender Belegungszahlen notwendig werde. Da zu den großen Projekten einige kleinere Vorhaben kommen, wird sich das Eigenkapital der Ortsgemeinde um rund 800.000 Euro auf 17,4 Millionen reduzieren.

Notbetreuung in der Kindertagesstätte

Henigin informierte den Gemeinderat über Veränderungen in der Gemeinde wegen der Corona-Krise. In der kommunalen Kindertagesstätte Wirbelwind wurde eine Notbetreuung eingerichtet. Dort werden aktuell fünf Kinder betreut, ausschließlich von Personal, das nicht zu einer Risikogruppe gehört. „Mitarbeiter, die zu dieser Gruppe gehören, habe ich nach Hause geschickt“, erklärte der Ortsbürgermeister.

Ältestenrat trifft wichtige Entscheidungen

Damit in der Gemeinde weiterhin wichtige, unaufschiebbare Entscheidungen getroffen werden können, werde eine Art „Ältestenrat“ gebildet. Er setze sich aus dem Ortsbürgermeister, den Beigeordneten und den Fraktionsvorsitzenden zusammen. „In diesem Gremium werden wir bei Bedarf entscheiden, nach Ende der Krise sollen dann unaufschiebbare Themen dem Gemeinderat zur nachträglichen Genehmigung vorgelegt werden“, erklärte Henigin.

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