Kreis Germersheim Germersheim: Baubeginn an "Karls Quartier"
Germersheim: Mit dem Spatenstich für „Karls Quartier“ starten heute die Bauarbeiten an der historischen Stengelkaserne. 87 Wohnungen entstehen bis Mitte 2020 durch die Restaurierung der denkmalgeschützten Kaserne. Zusätzlich werden auf dem insgesamt 25.000 Quadratmeter großen Areal 138 Wohnungen neu gebaut.
Die Bauarbeiten an der ehemaligen Stengelkaserne in Germersheim haben heute begonnen. Bis Mitte 2020 errichtet der Projektentwickler Pantera AG in dem denkmalgeschützten Gebäude 87 Wohnungen. Auf dem 25.000 Quadratmeter großen Areal werden zudem 138 Mietwohnungen neu gebaut. Hier reicht die Größe von 50 Quadratmetern bei Zwei-Zimmer-Wohnungen bis hin zu 115 Quadratmetern bei Vier-Zimmer-Wohnungen. Hinzu kommen 196 Tiefgaragenstellplätze. „Ziel ist ein lebendiges Wohnquartier mit einem zur Nachfrage passenden Wohnungsmix“, erläutert Stefan Ofcarek, Geschäftsführer der Pantera-Projektgesellschaft PGS GmbH: „Das erreichen wir, indem wir mit unserem Konzept auch bezahlbaren Wohnraum schaffen, insbesondere für junge Familien.“ „Aufgrund der starken Nachfrage haben wir bereits vor dem Baustart alle Einheiten verkauft“, ergänzt Michael Ries, Vorstand der Pantera AG. Doch nicht nur wegen Steuer- und Finanzierungsvorteilen sei die Nachfrage nach Wohnungen in der Stengelkaserne von Beginn an riesig gewesen. „Die Menschen haben ein großes Interesse, historische Bauten sowohl zu erhalten als auch selbst dort zu leben“, erläutert Ries. Zuletzt wurde der Bebauungsplan sowohl für das denkmalgeschützte Festungsgebäude als auch für den Neubau aufgrund des Tierschutzes historischer Funde (wir berichteten) geändert. Grund dafür ist das Auffinden möglicher Ruheplätze des Großen Mausohrs, einer besonders gefährdeten Fledermausart, im westlichen Teil des Dachgeschosses. Hierfür habe die Pantera AG gemeinsam mit dem Institut für Botanik und Landschaftskunde Karlsruhe und dem auf historische Immobilien spezialisierten Architekturbüro Archis ein Konzept aus Ruhe- und Überflugzonen entwickelt. Um das zu erreichen, sei die Zahl der denkmalgeschützten Wohnungen innerhalb der Festungsanlage um fünf auf 87 reduziert. Den Neubauteil des Areals (Richthofenstraße/An der Stengelkaserne)) hat Pantera bereits im April letzten Jahres an den Investor Ten Brinke Gruppe verkauft. „Für uns ist Germersheim ein überaus interessanter Immobilienstandort geworden, der auch aufgrund seiner wirtschaftlichen Entwicklung eine immense Nachfrage für hochwertigen Wohnraum in einer solch guten Zentrumslage entwickelt hat“, sagte Kai Engesser, Projektentwickler bei Ten Brinke. Aufgrund der historischer Funde werden im Neubauteil die Gebäude nun statt mit der Längs- mit der Stirnseite zur Straße An der Stengelkaserne geplant. Die Häuser an der Richthofenstraße entstehen jetzt parallel zur Straße. Der Verlauf der Queich bleibe unterirdisch. Die Baugenehmigung werde in Kürze erwartet.