Kreis Germersheim Gemeinde ab 2017 nicht mehr schuldenfrei

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Der Gemeinderat Knittelsheim befasst sich heute Abend mit dem Doppelhaushalt 2017/18. Im Ergebnisetat stehen Erträgen von rund 1,008 Millionen Euro (2018: rund 1,039 Millionen) Aufwendungen von rund 1,067 Millionen Euro (rund 1,084 Millionen) gegenüber. Somit ergeben sich Defizite von 59.165 (44.665) Euro. Rechnet man Abschreibungen, die Zuführung zu Rücklagen und die Auflösung von Sonderposten heraus, ergibt sich im Finanzetat nur noch ein Verlust von 30.005 (14.295) Euro.

Um geplante Investitionen finanzieren zu können, muss die seit 2012 schuldenfreie Gemeinde voraussichtlich Kredite über 45.000 (80.000) Euro aufnehmen. Hauptprojekt in beiden Jahren: Die Generalsanierung der Grundschule Ottersheim, die auch Knittelsheimer Kinder besuchen, soll fortgeführt werden. Für den zweiten Bauabschnitt sind 2017 25.000 Euro und 2018 75.000 Euro eingeplant. 2017 sind zudem 15.000 Euro als Zuschuss für den Sportverein eingestellt. Darüber hinaus sind in den nächsten beiden Jahren mehrere kleinere Beträge von 1000 und 2000 Euro für den Kauf von Grundstücken sowie für Anschaffungen berücksichtigt. Planungsrisiken gibt es bei der Einkommensteuer: Die erwarteten Einnahmen betragen 503.900 (524.000) Euro. Durch Umsatzsteuer-Mehreinnahmen des Landes fließen der Kommune wahrscheinlich 49.800 (51.300) Euro zu. Durch den Finanzausgleich erhält Knittelsheim prognostizierte 75.700 (86.100) Euro an Schlüsselzuweisungen. Auch hier besteht Planungsrisiko. Die Gewerbesteuer ist in beiden Jahren mit jeweils 50.000 Euro veranschlagt, der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer beträgt 11.100 (11.500) Euro. Durch die Grundsteuer A fließen voraussichtlich jeweils 12.000 Euro, durch die Grundsteuer B 91.000 (91.500) Euro in die Gemeindekasse. Miet- und Pachteinnahmen sind mit jeweils 60.900 Euro, Holzverkaufserlöse mit jeweils 19.750 Euro angesetzt. An den Landkreis Germersheim muss die Kommune 353.000 (362.800) Euro, an die Verbandsgemeinde Bellheim 225.300 (231.600) Euro abführen. Mit jeweils 8800 Euro belastet die Gewerbesteuerumlage den Etat. Die Personalaufwendungen betragen 82.350 (84.140) Euro, die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 163.950 (161.450) Euro. Für die Unterhaltung und Bewirtschaftung von Grundstücken sind jeweils 29.900 Euro veranschlagt. Weitere Ausgaben: 38.500 (39.000) Euro für den Betrieb der Grundschule Ottersheim. Und: 105.000 (106.000) Euro für Personal- und Sachkosten im Kindergarten. 2017/18 soll die Fassade des Kindergartens (jeweils 70.000 Euro) isoliert werden. Die Abschreibungen sind mit 98.260 (97.540) Euro in den Ergebnishaushalt eingestellt. Ihnen stehen die Auflösung von Sonderposten mit 70.820 (68.920) Euro gegenüber. Die Zinsausgaben belaufen sich auf 3100 (4000) Euro. Gegenüber der Verbandsgemeinde bestanden zu Beginn des Jahres 2016 Verbindlichkeiten von rund 205.000 Euro. Laut Verwaltung erhöhen sich diese voraussichtlich bis Ende 2018 auf rund 250.000 Euro. Mit diesen so genannten „Liquiditätskrediten“ werden laufende Ausgaben finanziert. TERMIN Ratssitzung heute, Mittwoch, 19.30 Uhr, Gemeindehaus. Weitere Themen: Flächennutzungsplan, Zwischenbericht zum Haushalt 2016, Nutzung des Gemeindehauses für Sprachkurse, Verkehr, Attraktivitätssteigerung der Feuerwehr, Schülertransport von der Grundschule Ottersheim nach Bellheim, FWG-Antrag: Hausordnung für die Küche im Gemeindehaus, Einwohnerfragestunde. |nti

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