Westheim
Gebühren für Beerdigungen steigen
Die Satzung musste geändert werden, weil sich wegen eines anstehenden Firmenwechsels die Kosten für den Grabaushub deutlich erhöhen: Die bisher tätige Firma hatte den Vertrag mit der Kommune zum 31. Mai gekündigt – und zwei neue Firmen, die wesentlich mehr Geld verlangen, Angebote für die Nachfolge abgegeben. Günstigster Bieter, für den sich der Rat entschied, war die Friedhofsdienst Landau GmbH. Zum Vergleich: Während die Kosten für das Öffnen und Schließen eines Reihen-/Wahlgrabs bisher bei 417 Euro lagen, verlangt die neue Firma 607 Euro. Bei Bestattungen an Samstagen fällt ein 50-prozentiger Zuschlag an. Für den Aushub von Erdgräbern für Urnen sind weiter Gemeindebedienstete zuständig: Die Kosten steigen aber auch hier – von 150 auf 180 Euro. Zudem steigen die Gebühren. Neu: 60 Euro kostet künftig die Aufsichtsperson der Gemeinde, die den Aushub organisiert und überwacht.
Im Gespräch mit der RHEINPFALZ sagte Ortsbürgermeisterin Susanne Grabau (FWG), dass die bisherige Satzung an einigen Stellen unklar und es wichtig gewesen sei, die neue eindeutig zu machen. Die Kreisverwaltung habe den Haushalt 2020 genehmigt, aber wieder auf das Defizit im Friedhofsbereich hingewiesen – und darum gebeten, „die Höhe der Gebühren zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen“: Laut Grabau wies der Haushalt 2019 ein Defizit von gut 13.000 Euro aus, 2020 seien es 17.700 Euro. Trotz Gebührensteigerung werde der Fehlbetrag nicht auf null sinken, betonte sie – und widersprach damit dem SPD-Vorwurf, dass die Gemeinde Gewinn rausschlagen wolle. Ihren Angaben zufolge hatte die SPD beantragt, sämtliche Gebühren um maximal nur 15 Prozent zu erhöhen. Das habe der Rat mit acht Gegenstimmen bei zwei Enthaltungen abgelehnt. Mit acht Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen und Nein-Stimmen fünf SPD-Vertreter sei die neue Gebührensatzung beschlossen worden.