Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Ganzjahresbad: Zeit für Klarheit

Die Pläne für das Kombibad im Badepakk liegen schon seit Jahren in der Schublade.
Die Pläne für das Kombibad im Badepakk liegen schon seit Jahren in der Schublade.

Dass das seit Jahren diskutierte Kombibad gebaut wird, ist angesichts leerer Kassen utopisch. Es wird Zeit, dass eine Entscheidung fällt.

Der am Dienstag verabschiedete Doppelhaushalt der Stadt Wörth ist mehr als ernüchternd. Rund 60 Millionen Euro fehlen in diesem Jahr, 2026 wird es voraussichtlich eine Lücke von 4 Millionen Euro geben. Und auch die Prognosen für 2027 und 2028 lassen nur wenig Hoffnung auf Besserung. Und bei all diesen düsteren Zahlen sind die Kosten für die Sanierung der beiden Bäder oder gar der Bau des seit Jahren diskutierten Ganzjahresbads noch nicht eingerechnet.

Wörth verfügt über eine imposante Infrastruktur für eine Stadt dieser Größe. Sport- und Festhallen, Gaststätten, drei Kunstrasenplätze, fünf Rasenplätze, ein Hallenbad und ein überdimensioniertes Freibad. Das alles ist das Resultat von meist gut gefüllt Kassen. Das eine Problem dabei ist die Abhängigkeit von einem großen Gewerbesteuerzahler. Zahlt er viel, läuft’s – zahlt er deutlich weniger, fehlt die Luft zum Atmen. Das andere Problem ist das Alter vieler Einrichtungen. Über Jahre wurden Sanierungen versäumt, jetzt drängt die Zeit.

Dass das seit Jahren diskutierte Ganzjahresbad umgesetzt wird, ist utopisch. Selbst in seiner abgespeckten Version war zuletzt von über 26 Millionen Euro die Rede. Wer soll das bezahlen? Der Stadtrat will bald entscheiden, wie es mit Hallenbad und Badepark weitergehen soll. Können beide erhalten werden? Oder bleibt nur ein Schwimmbad? Und das möglicherweise mit reduziertem Angebot. Es wird Zeit, dass eine Entscheidung fällt und Klarheit herrscht. Egal wie: Die Schwimmer sollten sich auf schlechte Nachrichten einstellen. Dagegen ist eine Erhöhung der Eintrittspreise nur eine Petitesse.

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