Kandel Friedenslinde: Scheiben bringen knapp 900 Euro ein

Die Linde wurde von der Feuerwehr gefällt.
Die Linde wurde von der Feuerwehr gefällt.

Die Friedenslinde im Herzen von Kandel, am Plätzel, fehlt. Der 150 Jahre alte Baum war wegen Sturmschäden nicht mehr zu retten gewesen. Am 17. Februar wurde die Linde gefällt, danach wurde ihr Stamm zur Barthelsmühle gebracht. Was genau damit geschehen soll, ist noch unklar. Doch zwei Äste wurden schon in „schöne, dicke Scheiben geschnitten“, wie Bikage-Präsident Markus Jäger-Hott gegenüber der RHEINPFALZ sagte. Diese Scheiben wurden bei der „Speetschicht“ der Bienwald Karnevalsgesellschaft am Faschingssamstag verkauft, zu einem Mindestpreis von 11 Euro. Drei besonders schöne ovale Scheiben seien versteigert worden. Dabei hätten Kandeler aus allen Bevölkerungsschichten Interesse gezeigt. Insgesamt kamen knapp 900 Euro zusammen. Etwa 200 Menschen waren zu der Veranstaltung auf das Plätzel gekommen, sagt Jäger-Hott. Wegen des Krieges in der Ukraine habe man das Musikprogramm entsprechend angepasst. Was mit dem Geld passieren soll, ist noch nicht geklärt. Optionen wären zum Beispiel die Ukraine-Hilfe oder der Lindenfonds, der von einer Künstlergruppe ins Leben gerufen wurde.

Die Bikage sieht sich auch deshalb in einer Verantwortung, weil die Linde nach einem Brand Hitzeschäden davon getragen hatte. Das Feuer war am Christkindelmarkt 2013 von einer Bude der Bikage ausgegangen, in der Flammkuchen verkauft worden war. Doch auch sonst wurden an der Linde „viele Fehler begangen“, sagte Norbert Rapp (Grüne) im Stadtrat. Ein Problem sei zum Beispiel die Wurzelkappung bei der Verlegung des Pflasters gewesen, sagt Jäger-Hott.

Wer Ideen hat, was mit Stamm oder dem Plätzel allgemein geschehen soll, kann sich per E-Mail an jennifer.tschirner@vg-kandel.de wenden oder den „Lindenpostkasten“ nutzen.

Mehr zum Thema
x