Kreis Germersheim Für Radweg sollen auch andere zahlen

Ein Radweg, der häufig unter Wasser steht, war unter anderem Thema der Gemeinderatssitzung am Mittwoch behandelt.
Der Rad- und Wirtschaftsweg zwischen Erlenbach und Kandel muss an einer Stelle saniert werden. Nach Regenfällen bilden sich dort große und tiefe Wasserpfützen, die tagelang stehen bleiben. Radfahrer müssen dort oft auf die Landstraße ausweichen. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf 18.500 Euro. Allerdings müsse die Kostenverteilung noch geklärt werden. Zum einen wurde laut Auskunft einiger Räte der eigentlich durchlässige Sandboden des Ackers vor einiger Zeit „mit allem möglichen Material“ (Petra Runck) aufgefüllt. Der Verursacher sollte sich an Kosten den beteiligen. Vor Jahren wurde dort der Sand für die Autobahn entnommen. Außerdem regte der Beigeordnete Maik Wünstel an, dass sich sowohl Steinweiler als auch Kandel als Nutzer des Radweges an den Kosten beteiligen könnten. Jetzt soll zunächst ein Ortstermin mit allen Beteiligten veranstaltet werden. Im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt durch den Landesbetrieb Mobilität will die Gemeinde die Bushaltestelle umgestalten. Dafür musste nun ein Ingenieursbüro beauftragt werden. Rund 6000 Euro wird diese Planung kosten. Dann wird ein Zuschussantrag gestellt. Sollte die Maßnahme nicht bezuschusst werden oder sonst der Gemeinde zu teuer erscheinen, wird auf eine Umgestaltung verzichtet, so Ortsbürgermeister Klaus Bolz. Den Bürgern entstehen im übrigen dabei Sanierung keine Kosten. Die Sanierung der Straßendecke werde vom Landesbetrieb Mobilität bezahlt, die Umgestaltung sei nicht umlagefähig, so Bolz auf die Frage eines Bürgers in der Einwohnerfragestunde. Zwar sei auch eine Umgestaltung der Gehwege und der Fahrbahn angedacht gewesen, dies habe sich die Gemeinde aber nicht leisten können und wollte es auch nicht auf die Bürger umwälzen. Zudem wurde für eine vereinfachte Änderung des Bebauungsplan „Altortbereich Süd“ ein Aufstellungsbeschluss gefasst. Dort war an einer Stelle eine Garage vorgesehen, die dann nie gebaut wurde. Nun soll ein Haus gebaut werden. Der Plan wurde dementsprechend geändert. Ebenso wurde der Teilfortschreibung Windenergie des Flächennutzungsplans zugestimmte. In Freckenfeld soll eine Fläche als Sonderfläche für Windenergie ausgewiesen werden. (lnn)