Kreis Germersheim Es wird viel gebaut: Straßen und Gebäude

Baubeginn im Frühjahr: Losgehen soll es mit dem Ärztehaus (Mitte). Hinzukommen sollen das Bürogebäude eines Bellheimer IT-Betrie
Baubeginn im Frühjahr: Losgehen soll es mit dem Ärztehaus (Mitte). Hinzukommen sollen das Bürogebäude eines Bellheimer IT-Betriebes (links) und ein Boardinghouse (Beherbergungsbetrieb).

Was seit Jahren in Bellheim diskutiert und geplant wird, wird nun realisiert oder steht kurz davor umgesetzt zu werden: Der Bau der Südumgehung hat begonnen, der erste Kreisel in der Rülzheimer Straße ist fertig, mit dem zweiten am Ortsausgang in Richtung Knittelheim soll voraussichtlich Mitte Januar begonnen werden. Das sagte Ortsbürgermeister Paul Gärtner (FWG) der RHEINPFALZ in seinem Ausblick aufs kommende Jahr.

Für Verkehrsprobleme wie in der Rülzheimer Straße werde der Kreisel am Ende der Hauptstraße nicht sorgen, weil er neben der Fahrbahn liege. Zu einer kurzen Beeinträchtigung könne es dann kommen, wenn er mit der Straße verbunden werde. Wann es mit der Westspange losgehen wird, die in diesen Kreisel ebenso münden soll wie die Südumgehung, ist laut Gärtner noch unklar. Es fehle noch die landespflegerische Stellungnahme zum vorliegenden Gutachten. Ein Gespräch mit der Aufsichtsbehörde ADD sei geplant. Wenn die Baugenehmigung in Aussicht gestellt werde, dann werde man roden, was bis März abgeschlossen sein müsse; Arbeiten, die eigentlich schon für dieses Jahr geplant gewesen seien. Am anderen Ende der Westspange, wo diese an die Zeiskamer Straße angebunden werden soll, befindet sich das Wetzka-Gelände. Hierher wolle Ende 2019 der Penny-Markt vom Ortsausgang nach Knittelsheim umziehen. Für das dann freie Privatgelände an der Hauptstraße gebe es bereits Anfragen mehrerer Investoren, sagte der Ortsbürgermeister. Ob das zweite Teilstück der Hauptstraße, das derzeit saniert wird, Ende 2019 fertig sein wird, bezweifelt Gärtner. Bereits jetzt hätten die Arbeiten einen Verzug von etwa einem Monat, weil sich herausgestellt habe, dass der in der Straße verlaufende Brauereikanal auf dem gleichen Niveau liege wie die Hauskanalisation, die bis zum „Braustübl“ tiefer gelegt werden müsse. Die Geschäftsleute klagten zwar über Einbußen wegen der Bauarbeiten vor ihrer Ladentür, seien aber sehr verständnisvoll, zumal an der Sanierung kein Weg vorbeiführe und die Hauptstraße damit auch aufgewertet werde. Die Baufirma versuche, die Wünsche und Bedürfnisse der Betriebe an der Hauptstraße zu berücksichtigen, was ein Geschäftsmann bestätigte. Dazu fänden wöchentliche Treffen statt. Den Anwohnern versuche man es zu ermöglichen, ihre Grundstücke von hinten anzufahren, wenn vorne wegen der Arbeiten kein Zugang möglich ist. Voraussichtlich im Frühjahr wird mit dem Bau des Ärztehauses gegenüber dem Möbelhaus Strohmeier-Gilb begonnen. Kurz vor Weihnachten habe der Landesbetrieb Mobilität (LBM) noch eine Linksabbiegespur auf der Fahrbahn in Richtung Westheim genehmigt. Es werde bereits begonnen von der Straße Am Entensee her den Kanal zu legen. Laut Gärtner können bis zu sechs Ärzte einziehen. Der Gemeinderat habe beschlossen, ihnen für begrenzte Zeit einen Mietzuschuss zu gewähren, nicht jedoch der Apotheke, die ebenfalls einziehen soll. Gärtner geht davon aus, dass relativ zeitgleich mit dem Bau des Ärztehauses das neue Firmengebäude eines Bellheimer Computerbetriebes errichtet wird. Zudem soll ein sogenanntes Boarding-House, ein Beherbergungsbetrieb gebaut werden. Ebenfalls vom Ja des LBM sei der Bau eines Kreisels in der Westheimer Straße wenige Meter weiter in Höhe der Spedition Fuchs abhängig. Erst wenn dessen Bau genehmigt sei, könne mit der Erweiterung des Baugebiets Dornen begonnen werden, wo laut Gärtner rund 80 Bauplätze geplant sind. Fast fertig sei der Rohbau des Mehrgenerationen-Wohnhauses, das die Gemeinde hinter dem Seniorenzentrum Haus Edelberg bauen lässt. Im Frühjahr könnte Richtfest gefeiert werden, sagte Gärtner. Und dann steht noch die Entscheidung der ADD aus, ob die sanierungsbedürftige und wegen Brandschutzmängeln geschlossene Schneider-Halle neu gebaut oder generalsaniert wird. So oder so ein Millionenprojekt für die Gemeinde. Der Rat hat sich mehrheitlich für einen Neubau ausgesprochen. Sollte jedoch die Behörde zu dem Schluss gelangen, dass eine Renovierung wirtschaftlicher sei, dann könne die Gemeinde zwar trotzdem neu bauen, müsste dann aber ohne Landeszuschuss auskommen, sagte Gärtner.

x