Kreis Germersheim Erste Pläne für die neue Schule

Schnitt durch den Neubau.
Schnitt durch den Neubau.

Kandel: Das Architekturbüro „Drei Architekten“ aus Stuttgart plant den Neubau der IGS Kandel. Der Bauausschuss des Landkreises Germersheim hat am Montag empfohlen, den Sieger des Architektenwettbewerbs mit der Objektplanung zu beauftragen. Die endgültige Entscheidung trifft der Kreisausschuss in seiner nächsten Sitzung.

Der Neubau wird die seit Jahren bestehende „Containerschule“ beenden. Die wurde 2013 eingerichtet, weil das alte Gebäude nicht mehr den Brandschutzvorschriften genügte. Nach langer Debatte über Sanierung oder Neubau ist die Entscheidung für den Neubau gefallen. Nach Hochrechnung im Bauausschuss könnte „bei optimalem Verlauf“ im Herbst 2018 Baubeginn sein. Abriss und Neubau sind mit 14 Millionen Euro kalkuliert. Gebaut wird dann parallel zum genutzten Altbau. Zwischen den Gebäuden entsteht ein Freibereich, der als Pausenhof und Aufenthaltsbereich dienen, gleichermaßen dank stufiger Gestaltung auch Bühne für diverse Veranstaltungen sein kann. Verbunden sind die Gebäude mit einem überdachten und einem freien Weg über den Innenhof. Im Erdgeschoss sind Funktionsräume und Büros für die Schulverwaltung sowie Werkräume, die die Möglichkeit haben, den Innenhof mit zu nutzen. Die beiden Etagen darüber werden über eine Treppe in der Mitte des Gebäudes erreicht oder über die „zweiten Fluchtwege“ an den Stirnseiten des Neubaus. Damit, so Architekt Harald Konsek, sei es auch möglich, mit weniger Brandschutzabschnitten auszukommen und die großzügigen Flure auf jeder Seite des Gebäudes in die Unterrichtsgestaltung einzubeziehen. Der Bauausschuss hat sich einstimmig dafür entschieden, dieses Siegermodell des Architektenwettbewerbs weiterzuverfolgen, und empfiehlt dem Kreisausschuss, den Auftrag entsprechend zu vergeben. Die Hinweise der Grünen Ursula Radwan, auf eine energiesparende Bauweise zu achten, nahm das Gremium auf. Landrat Fritz Brechtel: „Die kompakte Bauweise spricht für eine gewisse Wirtschaftlichkeit bei den späteren Unterhaltungskosten.“ Sowieso erfüllt werden die gesetzlichen Vorschriften. Was darüber hinaus in Nachhaltigkeit investiert wird, ergebe sich mit der Detailplanung. „Wir haben bisher immer im Sinne der Nachhaltigkeit entschieden, wenn sich die Investition in 10 oder 12 Jahren amortisiert“, sagte der Landrat. Wenn’s länger dauert, verzichte man eher darauf. Ein Schmankerl in diese Richtung hatten die Planer parat. Mit kontrollierter Lüftung seien nicht nur Heizkosten zu dämpfen, sondern die Konzentration von Schülern und Lehrern zu erhöhen. Nach 20 Minuten Unterricht sei der CO2-Gehalt in der Luft so hoch, das eigentlich gelüftet werden müsste, um die Konzentration zu erhalten. Das könnte die automatisierte Lüftung übernehmen ...

Links der Neubau, rechts der intakte Bereich der IGS Kandel mit der Aula.
Links der Neubau, rechts der intakte Bereich der IGS Kandel mit der Aula.
Seiten- und Frontalansicht des Neubaus.
Seiten- und Frontalansicht des Neubaus.
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