Kreis Germersheim Einwurf: Es bleibt spannend

Es ist schon eine merkwürdige Ironie: Harman-Becker Schaidt hat nur überlebt, weil die IG Metall sich aus grundsätzlichen Überlegungen heraus für das Werk stark gemacht hat. Es sollte gezeigt werden, dass moderne Industrieproduktion in Deutschland überleben kann, dass Verlagerungen nach Ungarn oder China nicht zwangsläufig sind. Drei Jahre später und 330 Arbeitsplätze weniger scheint das Werk wirklich vorerst gerettet. Allerdings mit Webasto durch einen Konzern, der die mächtige IG Metall offenkundig nicht schätzt. Wobei Webasto offenbar auch keine Berührungsängste kennt und die Gewerkschaft nicht fürchtet: Denn in der neuen Webasto Mechatronics sind immer noch rund 90 Prozent der Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert. Es wird also spannend bleiben.