Wörth RHEINPFALZ Plus Artikel Eintrittspreise in Badepark und Hallenbad werden erhöht

Fast 122.000 Bescuher wurden in der Freibadsaion im Badepark gezählt.
Fast 122.000 Bescuher wurden in der Freibadsaion im Badepark gezählt.

Die Eintrittspreise für den Badepark und für das Hallenbad steigen Anfang nächsten Jahres – moderat, wie die Verantwortlichen betonen. Wegen steigender Energiepreise können weitere Erhöhungen nicht ausgeschlossen werden. Es gibt aber noch ein größeres Problem, das die Badefreuden trüben könnte.

Die Einzeleintrittspreise im Badepark sind laut Verwaltung seit 2002 unverändert. Ein Sonntagstarif wurde 2004 eingeführt und wurde seitdem ebenfalls nicht erhöht. Nur die Abendtarife wurden 2015 angehoben. Die Eintrittspreise sollen deshalb entsprechend der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes angehoben werden, schlug erster Beigeordneter Rolf Hammel (SPD) in der Sitzung des Werk- und Bäderausschusses vor. Der Verbraucherpreisindex misst monatlich die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte konsumieren. Eine Eintrittskarte für Erwachsene kostete bisher 5 Euro, sonntags 6 Euro. In Zukunft müssen Erwachsene an Werktagen 7 und sonntags 8 Euro bezahlen.

„Der Badepark war bisher sehr günstig im Vergleich zu anderen Bädern, deshalb ist diese Preisanpassung absolut gerechtfertigt“, meinte SPD-Ausschussmitglied Peter Poreba. Das sahen auch fast alle anderen so, deshalb wurden die neuen Tarife bei einer Enthaltung einstimmig beschlossen. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat, der am Donnerstag, 17. November, tagt. Dessen Zustimmung ist in der Regel Formsache. Durch die Bank alle Tarife werden für die kommende Freibadsaison angehoben. Eine Dauerkarte für Erwachsene, die bisher im Vorverkauf 64 Euro kostete, ist künftig für 71 Euro zu haben. Jugendliche, die bisher 31 Euro zahlten, müssen in Zukunft 34 Euro berappen.

Auch Eintrittspreis für Saunalandschaft steigt

Ist der Saisonstart im Badepark noch Zukunftsmusik, treffen höhere Eintrittspreise im Hallenbad die Wasserratten schon Anfang Januar. Denn auch im Hallenbad und in der Saunalandschaft werden die Tarife angehoben. Erwachsene bezahlen künftig anstatt 3 Euro 4 Euro, die Zehnerkarten kostet 31 Euro statt wie bisher 26 Euro. Die Preise für die Saunalandschaft wurden zwar erst 2021 erhöht, aber auch hier wird sich am Verbraucherpreisindex orientiert, sodass statt bisher 14 ab Januar 16 Euro Eintritt bezahlt werden müssen.

Hammel betonte, dass die Preiserhöhungen nichts mit den gestiegen Energiekosten zu tun hätten. Ob denn aus diesem Grund noch mit weiteren Tariferhöhungen zu rechnen sei, wollten die Ausschussmitglieder wissen. „Das ist unmöglich vorherzusagen“, betonte Hammel. Die Wassertemperatur im Hallenbad sei auf 26 Grad eingestellt, informierte Werkleiter Georg Werling. Von der Deutsche Gesellschaft für das Badewesen werden im Normalfall eine Wassertemperatur von 26 bis 28 Grad empfohlen. „Wir bewegen uns am unteren Rand und hoffen, damit durchzukommen“, so Werling. Er berichtete von Hallenbädern, die die Wassertemperatur in dieser Saison auf 23 Grad gesenkt hätten. Im Umkleidebereich liegt in Wörth die Temperatur bei 27 bis 28 Grad. Um Energie zu sparen, bleibt im Saunabereich in dieser Wintersaison eine Heißkabine geschlossen.

Viereinhalb Stellen unbesetzt

Einstimmig abgesegnet hat der Ausschuss den Stellenplan 2023/24 für die Bäder – und das nicht ohne ein paar Sorgenfalten. „Derzeit sind viereinhalb Stellen nicht besetzt“, sagte Werling. „Außerdem haben wir drei Plätze für Auszubildende, davon konnten wir bis jetzt keine besetzen.“ Zwar habe es in der vergangenen Woche ein Einstellungsgespräch gegeben, weitere stünden bevor, so Werling, dennoch machten er und Hammel keinen Hehl daraus, dass ihnen die Personalsituation Sorgen bereitet.

„Im Hallenbad können wir das auffangen, im Badepark könnte das im Sommer Probleme geben“, sagte Werling. Man wolle auf jeden Fall verhindern, das Freibad an manchen Tagen komplett zu schließen, wie das in anderen Freibädern der Region in der abgelaufenen Saison schon der Fall war – ebenfalls wegen Personalmangels. „Aber es könnte sein, dass wir an manchen Tagen erst um 12 Uhr öffnen, oder schon um 17 Uhr schließen“, so Werling.

Auswertung der Besucherströme im Badepark

„Wir versuchen alles, haben die Stellen überall ausgeschrieben und Anzeigen geschaltet, es ist aber schwierig geeignetes Personal zu finden“, sagte Hammel. Die Ausbildung sei anspruchsvoll, eine gute körperliche Fitness die Voraussetzung, ergänzte Werling. Was den Beruf weniger attraktiv macht sind die Arbeitszeiten, die geringen Aufstiegsmöglichkeiten – und die Bezahlung.

In diesem Sommer wurde von den Badegästen, die ihre Eintrittskarte online gebucht haben, die Postleitzahl abgefragt. Die nun vorgelegte Auswertung erstaunte die Ausschussmitglieder. Von den 2951 ausgegebenen personalisierten Saisonkarten wurden 2077 von Wörther Bürgern gekauft. Insgesamt wurden in der Freibadsaison 121.211 Eintrittskarten verkauft. Davon konnte 46.680 Karten aufgrund einer personalisierten Online-Buchung eine Postleitzahl zugeordnet werden. Davon wurden 6480 Karten an Wörther Bürger verkauft, was klar Rang eins bedeutet. Auf Platz zwei folgen Badegäste mit einer Straßburger Postleitzahl. „Es ist interessant, diese Zahlen zu sehen. Sonst heißt es ja immer, es seien nur Elsässer im Badepark, aber hier sieht man, wie viele Wörther das Angebot nutzen“, meinte Peter Pfaff (CDU).

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