Kreis Germersheim Ein Seitenwechsel für Fuß-und Radweg

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Überwiegend positiv urteilten die Ratsmitglieder am Donnerstag über den neuen Plan für den endgültigen Umbau des Knotenpunktes zwischen der L 540 und der K 10 im Bereich der Jockgrimer „Wilhelmsruhe“. Für Radfahrer und Fußgänger wird eine neue Überquerungshilfe ein Stück von der Kreuzung entfernt angelegt.

Die Informationen dazu lieferte Thomas Delb von der Planungsgruppe des Landesbetriebes Mobilität Speyer. An der Kreuzung zwischen Wörth und Jockgrim wurde im Jahr 2013 eine provisorische abknickende Vorfahrt eingerichtet. Sie sollte bewirken, dass Verkehrsteilnehmer, aus Wörth kommend, eher der K 10 folgen und südlich auf der Ortsrandstraße Jockgrim umfahren. Die enge Ortsdurchfahrt durch die Ludwigstraße sollte dadurch entlastet werden. Da sich diese Verkehrsführung bewährt hat, erstellte der Landesbetrieb Mobilität Ende 2016 den ersten Plan für eine dauerhafte Lösung. Diesen ersten Vorschlag lehnte der Gemeinderat Jockgrim in einer Sitzung am 15. Dezember 2016 mit großer Mehrheit ab. Hauptkritikpunkt war der Verlauf des Radweges. Radfahrer, die zwischen Wörth und dem Jockgrimer Altort unterwegs sind, hätten an zwei Stellen die Straßen überqueren müssen. Da für den endgültigen Ausbau der Straße das Land von der Ortsgemeinde Gelände kaufen muss, war dem Landesbetrieb daran gelegen, nicht gegen den Willen der Ortsgemeinde zu planen. Deshalb überarbeitete das Speyerer Amt seinen ersten Planentwurf. Dazu führte es mit weiteren Behörden Gespräche, um auch von ihnen ein Ja für den neuen Standort einer Radwege-Querung zu erhalten. Die Untere Naturschutzbehörde und der Forst willigten schließlich ein, dass Radfahrer und Fußgänger die Straßenseite nach dem Umbau, circa 80 Meter von der Kreuzung entfernt wechseln können. Dazu wird ein kurzes Stück Radweg neu angelegt, das durch einen Schutzstreifen von der Fahrbahn getrennt ist. Mit der Unteren Naturschutzbehörde werde, so Delb, im Moment ein Ausgleichskonzept erstellt, das den geringfügigen Verbrauch eines schmalen Geländestreifens eines FFH-Gebietes kompensieren soll. Der Umbau der Straßen ist 2020 vorgesehen. Nach positiven Kommentaren aus dem Rat – so erklärte Cord Waltke (Bürger für Jockgrim): „Die jetzige Gestaltung ist der Idealfall“, Nils Rehfeld (Grüne), sprach vom „Optimum, das heraus geholt wurde“, – stimmte der Rat bei einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen für den Plan. Beschlossen wurde auch der Verkauf von 278 Quadratmeter Gelände an das Land Rheinland-Pfalz. Verbandsbürgermeister Dieter Wünstel (CDU) wandte sich in der Sitzung mit Hinweisen zur Geheimhaltungspflicht für Ratsmitglieder an das Gremium. Anlass für seine Belehrung war die Tatsache, dass ein Vertrag zwischen dem Deutschen Fußball Bund (DFB) und der Ortsgemeinde der RHEINPFALZ zugänglich gemacht wurde. „Ich will betonen, dass man über diesen Vertrag denken kann, was man will.“ Er sei mit Sicherheit nicht so gestaltet, dass man von einem „gefährlichen Geheimvertrag“ reden müsse. „Wir sollten die Gemeindeordnung respektieren, auf deren Basis wir unser Amt oder Mandat ausüben“, so Wünstels Appell.

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