Kreis Germersheim Ein Bauprojekt jagt das nächste

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Bellheim. Bauprojekte werden in Bellheim nächstes Jahr eine große Rolle spielen. Darunter solche, über die seit Jahren diskutiert wird, eventuell aber auch ganz neue. Zur ersten Kategorie zählt zum Beispiel die Erweiterung des Seniorenzentrums Haus Edelberg; zu Jahresbeginn sind Gespräche geplant, wer die Erschließungsstraße bauen soll, der Investor Haus Edelberg, der das günstiger machen könnte, oder die Gemeinde, sagte Ortsbürgermeister Paul Gärtner (Wählergruppe Adam) der RHEINPFALZ.

Zur zweiten Kategorie könnte ein größeres Objekt im Gewerbegebiet Nord Ost V zählen. Aber die Erweiterung hat der Ortsgemeinderat erst im Dezember beschlossen und weitere Gespräche seien noch erforderlich, sagte Gärtner. Beginnen wolle die Gemeinde mit dem Bau des Mehrgenerationenhauses hinter dem Seniorenzentrum am Waldrand in Richtung Westheim. 2017 soll das 1,5-Millionen-Euro-Projekt fertig sein. Ebenfalls im Norden liegt das Neubaugebiet In den Dornen, das nun weiter erschlossen werden soll. Bewerber gibt es laut Gärtner reichlich. Bereits in der ersten Ratssitzung des Jahres am 7. Januar soll über die Vorgaben für die Erweiterungsfläche des Baugebiets gesprochen werden. Wie es mit den Anwesen Hauptstraße 136 und 138 weitergehen soll, ist noch unklar, sagte Gärtner. Es gebe jedoch drei Investoren, die im Februar ihre Pläne vorstellen wollten; angedachte Nutzungsmöglichkeiten seien „Geschäfte“, „Ärztehaus“, „Senioren“, „Tagespflege“, gegebenenfalls mit Übernachtungsmöglichkeit, damit Pflegende auch einmal kurz in Urlaub fahren können und ihre Schützlinge in guter Obhut wissen. Apropos Ärztehaus: Ein solches könnte theoretisch auch auf dem Grünstreifen an der L 538 vis a vis des Möbelhauses Strohmeier-Gilb gebaut werden, den die Gemeinde für rund 15.000 Euro vom Land erworben habe. Laut Gärtner gebe es durchaus Interessenten für das verkehrsgünstig gelegene Areal, das auch nicht weit vom S-Bahn-Haltepunkt Mühlbuckel entfernt sei, was potenzielle Investoren solcher Projekte sehr schätzten/forderten. Anregungen geben, wie es mit den an die beiden Immobilien in der Hauptstraße angrenzenden „Oberen Gartenstücken“ weitergehen soll, sollen die Bellheimer im Februar. Nachdem der Rat wie berichtet die über mehrere Jahre geplante Ansiedlung eines Lebensmittel- und eines Drogeriemarktes sowie Wohnhäusern zunächst ad acta gelegt hat, sollen nun die Bürger sagen, ob und was sie gerne hätten auf der Fläche zwischen Rülzheimer Straße und Friedhof. Rund zwei Millionen Euro wird die Sanierung der Festhalle in der Zeiskamer Straße gekostet haben, wenn sie voraussichtlich im Sommer abgeschlossen sein wird, sagte Gärtner. Danach soll die Schneider-Halle saniert werden; die Planungen liefen bereits. Anlass für die Sanierung, die etwa zwei Jahre dauern soll, gab der nicht mehr zeitgemäße Brandschutz. Der soll auf jeden Fall auf den aktuellen Stand gebracht werden, verbunden mit einigen Verschönerungen, so Gärtner. Die einmal kalkulierten zwei Millionen für die große Lösung werden nach seiner Ansicht wohl nicht benötigt; er gehe von der Hälfte aus. Eine Veränderung wird es auch für den Ortsbürgermeister und seine Beigeordneten geben. Im Februar sollen die neuen Büros in der ehemaligen Schulhausmeisterwohnung gegenüber dem Rathaus der Verbandsgemeinde bezogen werden, die noch saniert wird, so Gärtner. Platzmangel im Rathaus war als Grund für den geplanten Umzug genannt worden. Vermieterin bleibe die Verbandsgemeinde; auch die Miethöhe bleibe gleich. Keine Veränderungen auch an der Umgehungsstraßenfront: Die von der Gemeinde zu bezahlende geplante Westspange soll erst dann gebaut werden, wenn das Land die baureife Südumgehung baut; doch dafür fehlen Mainz noch die erforderlichen rund elf Millionen Euro. Info Neujahrsempfang der Ortsgemeinde am Freitag, 8. Januar, 19 Uhr, in der Schneider-Halle. Es musizieren der Chor Bella Canta und Claus Boesser-Ferrari. (gs)

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