Kreis Germersheim Ehe durch Seitensprünge wiederbelebt

Reichlich Turbulenzen verspricht die Theater-Aufführung „Liebe, Frust und Schwiegermütter“.
Reichlich Turbulenzen verspricht die Theater-Aufführung »Liebe, Frust und Schwiegermütter«.

Wie man eine öde gewordene Ehe in Schwung bringen, Erotik wieder wecken kann? Das zeigt die Theatergruppe des Turn- und Sportvereins Knittelsheim bei zwei Aufführungen Ende März. In der Beziehungskomödie „Liebe, Frust und Schwiegermütter“ ist Action garantiert. Überspitzt formuliert: Im Haus der Eiermanns herrscht reger Verkehr.

Doch von vorne: Nach fast 25 Ehejahren ist bei Willi (Dominik Wilhelm) und Gisela (Sabrina Betsch) die Luft raus, der Ofen aus. Abwechslung schadet ja nie: Also sollen Seitensprünge die Leidenschaft beider wieder entflammen. Ohne sich vorher abgesprochen zu haben, organisiert Kumpel Paul (Michael Volk) einen solchen für Willi – und Freundin Waltraud (Claudia Helm) ein Schäferstündchen für Gisela – per Anzeige im Internet. Da auch die Adresse veröffentlicht wird, herrscht schnell reges Treiben an der Tür: Lolita (Marie Isabell Christmann) sowie Günther (Uli Fuchs) begehren Einlass. Das Versteckspiel beginnt – und hält Überraschungen parat. Für weitere Turbulenzen sorgen Willis Schwiegermutter Ilse (Annette Lutz) und Einbrecher Ede (Albert Huber). Huber ist erstmals mit von der Partie, ein Neuzugang. „Ich glaube, es macht ihm Spaß“, sagt Theaterleiter Michael Volk. Dass die Komödie den Zuschauern Spaß macht, davon ist er überzeugt: „Es spielt sich viel um die Couch ab. Das Stück lebt von der Aktion, von Bewegung, dem Rein und Raus (an den Türen)“, sagt Volk. Und betont: „Wir hätten mehr als drei Türen brauchen können.“ Im Juli habe sich die Gruppe für das Werk entschieden. Maria „Uschi“ Marx habe die Komödie „zufällig im Internet gesehen“. Die Leseproben seien kurzgehalten worden. Stattdessen habe die Gruppe früher als sonst mit dem Spielen auf der Bühne begonnen – ohne Kulisse und mit Heft. Die erste Probe komplett ohne Heft und mit Kulisse war vergangene Woche. Die Intensität ist von einer Probe wöchentlich, über zwei auf nun drei gesteigert worden. Apropos Probe: Die Generalprobe am 27. März ist eine bereits ausverkaufte Aufführung, ein Theaterdinner, im Landgasthof Minfeld: „Das ist ganz neu. Das haben wir so noch nie gemacht“, sagt Volk. Info Aufführungen am Samstag, 30. März, 19.30 Uhr und Sonntag, 31. März, 19 Uhr, im Gemeindehaus. Karten für acht Euro gibt es am Sonntag, 24. März, 11 bis 12 Uhr, im Gemeindehaus.

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