Germersheim / Wörth Digitalbon statt Papierkassenzettel
Wer in einen Markt einkaufen geht, bekommt an der Kasse nach dem Bezahlen einen Kassenbon überreicht, worauf unter anderem die gekauften Waren und der Preis stehen. Die Betreiber sind gesetzlich dazu verpflichtet, diesen Kassenbon auszuhändigen. Beim Einkauf hat man aber manchmal das Gefühl, dass immer weniger Kunden von dem Angebot Gebrauch machen. Oft heißt es auf die Frage „Möchten Sie den Kassenbon?“ „Nein danke, brauch’ ich nicht.“ In der Folge landet der Einkaufszettel im Abfalleimer unter der Kasse. In vielen Fällen ist das wenig umweltfreundliche Thermopapier, das nicht über die Altpapiertonne entsorgt werden soll. Inzwischen haben einige Märkte auf umweltschonenderes Papier umgestellt, das mit dem Altpapier entsorgt werden darf. Dazu zählt die Baumarktkette Globus, die unter anderem in Germersheim und Wörth je einen Markt betreibt.
Um Ressourcen zu sparen, heißt es zur Begründung, sei in diesem Jahr der „Blaue Bon“ als Zahlungsbeleg an den Kassen eingeführt worden. Dieser ist laut Pressemitteilung „frei von chemischen Farbentwicklern und wird in Deutschland produziert“. Das Papier für die Kassenbons stamme „aus verantwortungsvollen, zertifizierten Quellen und kann über das Altpapier entsorgt werden“. Gleichwohl werde das neue Papier erst eingesetzt, wenn das alte aufgebraucht ist. Alternativ bestehe in den Globus Baumärkten die Möglichkeit, den Zahlungsbeleg papierlos per QR-Code zu erhalten. Mit seinem „Blauen Bon“ sieht sich Globus, nach eigenen Angaben Kooperationspartner des Gütesiegels „Blauer Engel“, als Vorreiter unter Deutschlands größten Baumärkten.
Papierbonlos einkaufen kann man nun auch in den 65 Globus-Markthallen; das gilt zumindest für die „mein Globus“ und verknüpfte Payback-Kunden, die die Globus-App oder ein digitales Globus-Kundenkonto nutzen. Die nächsten Märkte finden sich in Wiesental und Karlsruhe, Hockenheim, Ludwigshafen und Neustadt. Laut Globus-Pressemitteilung kann besagte Kundengruppe den jeweiligen Einkaufsbeleg in digitaler Form erhalten und folglich auf den Papierausdruck verzichten. Der digitale Kassenbon sei jederzeit für vier Jahre einsehbar. Die Belege könnten im Archiv nach Jahr und Monat gefiltert oder auch als „Favoriten“ gespeichert werden. Zudem könnten die elektronischen Bons als PDF heruntergeladen und bei Bedarf ausgedruckt werden.
Was sich Globus die Kooperation beim digitalen Kassenbon mit einem Jungunternehmen kosten lässt und wie viel Geld beziehungsweise Papier so eingespart werden soll, teilte das Unternehmen auf Anfrage nicht mit, auch nicht wie viele „mein Globus“-Kunden es gibt und wie sich deren Zahl konkret entwickelt hat. Nur so viel: „Mein GLOBUS gibt es seit 2017 und wird sehr gut angenommen.“ Statistische Erhebungen dazu, wie viele von Kunden nicht benötigte Kassenbons im Papierkorb unter der Kasse landen, gibt es laut Globus nicht.