Kreis Germersheim Die Fallstricke sind die Gebühren
„Aktien? Was ist denn das?“ Wertpapiere, beziehungsweise Aktien sind oft nicht bekannt und selbst mancher Erwachsener weiß nicht, wie das funktioniert. Um dieser Unkenntnis vorzubeugen und Jugendlichen eine Möglichkeit zu geben, ohne Gefahr in Berührung mit diesem Wirtschaftsbestandteil zu kommen, ermöglicht die Sparkasse – in unserem Fall die Sparkasse Germersheim-Kandel – jedes Jahr Schülern ein entsprechendes Planspiel. Ich selbst nahm mit meinen Klassenkameraden Jonas Huber und Lars Mildenberger teil.
Es begann mit einer kleinen Infoveranstaltung Ende September im Goethe- Gymnasium-Germersheim. Dabei informierte uns Herr Herr über das Anmelden, den Ablauf, sowie die Gewinne und gab uns die Anmeldecodes. Von ihm erfuhr ich, dass diese Aktion seit mindestens zehn Jahren besteht und dass auch er selbst investiere. Anschließend gab er mir den Tipp, nicht alles auf eine Firma zu setzen, sondern breit und sicher aufgestellt zu sein. Das Spiel ging dann ein paar Tage später los. Das Planspiel Börse ist eine fiktive Plattform, um mit Aktien zu „traden“. Es gibt zwei Kategorien, in welchen jeweils die Top Drei auf verschiedenen Ebenen belegt werden können; die Depotgesamtbewertung und der erwirtschaftete Gewinn von Aktien, welche mit einem Nachhaltigkeitssiegel gekennzeichnet waren. Das Gewinnerteam Deutschlands darf nach Brüssel reisen und dort die Gewinnerteams aus anderen Ländern kennenlernen. Das Planspiel endet am 12. Dezember 2018. Anfangs waren wir sehr verwirrt, da wir den Kaufprozess nicht verstanden und viele Kleinigkeiten, zum Beispiel Gebühren für Kauf und Verkauf nicht beachteten. Trotzdem machten wir erst einmal Gewinn, bis die Politik unsere Aktien ins Stürzen brachte. Es war für uns ein Hin- und- Her: Einmal stiegen die Werte unserer Handelspapiere, dann sanken sie wieder. Wir merkten, dass man ein Gefühl für den möglichen Gewinn habe muss. Für ein profitables Geschäft ist es nötig, genug Aktien zu kaufen, welche aber sofort sinken können. Nach ungefähr der Hälfte der Spielzeit war der Handel bei uns nicht mehr so präsent; immer mal wieder wurde in die App geschaut. Schließlich, ein paar Tage vor dem Ende, habe ich meinen zwei Mitspielern ein paar Fragen gestellt. Jonas Huber erwähnte, dass er sich ein Bild von dem Handel mit Anteilen und ihrem möglichen Gewinnpotenzial machen wollte. Lars Mildenberger schloss sich dem an. Lars lernte, dass man bei Aktien Geduld bzw. Vertrauen haben müsse, sowohl beim Kauf, als auch beim Verkauf, und dass man eine bestimmte Anzahl Aktien benötige, damit ein wirklicher Gewinn zustande komme. Neuanfängern in diesem Bereich riet Jonas, die Gebühr zu beachten, vorsichtig mit sehr wahrscheinlich profitablen Anteilen anzufangen und vorher „Know-how“ in diesem Bereich zu haben bzw. über das wirtschaftliche Geschehen Bescheid zu wissen. Lars erwähnte zudem, dass man für Trading eine Taktik benötige. Im Übrigen sah er keinen Grund für Verbesserung der Aktion. Jonas dagegen wünschte sich, dass beim Kauf direkt der Graph angezeigt würde. Nun noch meine Meinung: Die Möglichkeit ohne reale Verluste in Berührung mit relativ realem Wertpapierhandel zu kommen schien mir interessant und definitiv notwendig. Ich empfand zudem die Möglichkeiten, welche die App bot, z.B. eine Nachrichtenfunktion, eine simple Darstellung des eigenen Depots und die Meinung von Experten zu der jeweiligen Firma zu sehen, als mehr als ausreichend. Wir nahmen uns vor, nächstes Jahr wieder am Planspiel Börse teilzunehmen.