Kreis Germersheim
Demnächst freie Fahrt auf Bellheims Hauptstraße
Bis 20. Dezember soll die Baustelle in der Ortsdurchfahrt verschwinden – vorerst. Dem Gemeinderat berichtet der Planer, wie der Straßenausbau im kommenden und im Jahr darauf weitergehen soll.
Die Baustelle am Ende von Bellheims Ortsdurchfahrt in Richtung Knittelsheim soll in Kürze komplett geräumt sein. Spätestens bis 20. Dezember, informierte auf Anfrage der RHEINPFALZ Dieter Adam (FWG), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bellheim. Diese baut gemeinsam mit dem Land die Hauptstraße aus, die Landesstraße 509. Bis dahin sollen die Kanalarbeiten erledigt sein. Eine provisorische Fahrbahndecke ist bereits aufgebracht. Eine Baustellenampel regelt den Verkehr an der Baustelle. Jeweils von März bis Dezember 2020 und 2021 sollen die Restarbeiten in den beiden Bauabschnitten zwischen Fortmühl- und Zeiskamer Straße sowie dem Ortsausgang in Richtung Knittelsheim erfolgen. Wobei Planer Herbert Clade vom gleichnamigen Neustadter Ingenieurbüro in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag andeutete, dass es im letzten Bauabschnitt zu Verzögerungen kommen könnte.
Südumgehung könnte sich verzögern
Ortsbürgermeister Paul Gärtner (FWG) ergänzte, dass die Bauarbeiten in dem Abschnitt erst dann erfolgen könnten, wenn der entsprechende Abschnitt der im Bau befindlichen Südumgehung zwischen Rülzheimer Straße und Ortsausgang fertig ist und als Umleitungsstrecke zur Verfügung steht. Wegen der im März eingerichteten Baustelle und der deshalb ausgeschilderten weiträumigen Umleitungsstrecke hatte es massive Klagen seitens der Bürger, einen heftigen politischen Schlagabtausch und regelmäßige erfolgreiche Polizeikontrollen auf Schleichwegen gegeben.
Nicht jede Bushaltestelle mit Wartehäuschen
Clade stellte dem Gemeinderat die Pläne für den weiteren Straßenausbau vor, der sich rein optisch am Hauptstraßen-Teilstück zwischen Bahnübergang und Fortmühlstraße orientieren soll. Die Anzahl der Parkplätze werde in etwa gleich bleiben. Es sind Grünflächen am Straßenrand geplant, Querungshilfen und nahe der Einmündung Fortmühlstraße eine Engstelle, um den Verkehr zu verlangsamen. – Nach Fertigstellung der Südumgehung in einigen Jahren soll Bellheims Hauptstraße eine reine Ortsstraße werden. – Dass wie gewünscht an jeder Bushaltestelle ein Wartehäuschen aufgestellt wird, sei aus baulichen Gründen nicht möglich. In der Straße seien Glasfaserkabel verlegt worden. Die Gemeinde sei hier in Vorleistung getreten, werde das Geld von künftigen Nutzern aber wieder bekommen.
Kreuzung bei Brauerei wird umgestaltet
Beschlossen wurde vom Rat die Kreuzung Haupt-/Zeiskamer-/Karl-Silbernagel-Straße ohne Linsabbiegespuren und Mittelinseln jedoch mit verringerter Fahrbahnbreite (7,25 Meter) und somit zusätzlichem Parkraum auszubauen. Damit soll Lastwagen auf dem Weg von und zur Brauerei das Abbiegen erleichtert werden.
Begonnen hat der in vier Bauabschnitte unterteilte Ausbau der 2,3 Kilometer langen Hauptstraße im Mai 2013. Bis Oktober 2013 wurden auf dem 450 Meter langen Teilstück ab dem Ortseingang von Hördt kommend bis zum Bahnübergang 390.000 Euro Landesmittel verbaut, teilte der Landesbetrieb Mobilität (LBM), Speyer, auf Anfrage mit. Der zweite, 520 Meter lange Bauabschnitt zwischen Bahnübergang und Fortmühlstraße (Mai 2017 bis Juni 2018) kostete das Land 615.000 Euro. Den 580 Meter langen dritten Bauabschnitt zwischen Fortmühl- und Zeiskamer Straße (L 540) will das Land im kommenden Jahr angehen; er soll 520.000 Euro kosten. Der Ausbau des mit 760 Metern längsten Teilstücks zwischen Zeiskamer Straße und dem Kreisel am Ortsausgang in Richtung Knittelsheim ist für 2021 geplant und soll 665.000 Euro kosten.
Kosten noch unter Plan
Was den Anteil der Verbandsgemeinde an den Straßenausbaukosten anbetrifft, so liegt sie mit rund einer Million Euro abgerechneten Kosten für Kanalsanierungen und Gehwegausbau für die komplette Hauptstraße etwa 44.000 Euro unter Plan, teilte Bürgermeister Adam mit. Ob das so bleibt, bleibt abzuwarten. Denn für die in der Summe noch nicht enthaltenen geplanten Beträge für die Sanierung des bestehenden Kanals (581.000 Euro) und den Neubau des Brauereikanals (656.000 Euro) zwischen Fortmühlstraße und Ortsausgang in Richtung Knittelsheim liege noch keine Abrechnung vor.