Kreis Germersheim Debatte über Weihnachtsmarkt

Der Wörther Weihnachtsmarkt soll vielleicht einen neuen Standort bekommen.
Der Wörther Weihnachtsmarkt soll vielleicht einen neuen Standort bekommen.

Eigentlich wollte Ortsvorsteher Roland Heilmann (SPD) in der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Wörth nur darüber informieren, dass der 32. Weihnachtsmarkt nochmals in gewohnter Weise auf dem Platz vor dem Alten Rathaus stattfindet. Es habe zwar gemeinsame Gespräche der Verantwortlichen, dem Gewerbeverein und der Stadt gegeben, jedoch sei der Vorlauf nun zu knapp, um ein neues Konzept auf die Beine zu stellen und den Markt wieder attraktiver zu gestalten, sagte Heilmann.

Darüber zeigte sich Stephan Jäger (CDU) enttäuscht und verärgert: „Ich habe bereits in diesem März eine Anfrage dazu gestellt, damals wurde sie abgetan mit dem Hinweis, dass es noch lange hin sei bis Weihnachten.“ Mitte Mai habe ein Gespräch mit Bürgermeister Dennis Nitsche stattgefunden, Ende Mai dann mit dem Gewerbeverein. Es gab verschiedene konstruktive Vorschläge und Ideen, unter anderem einen Standortwechsel. „Alle waren mit im Boot, wir können so nicht weitermachen.“ Einige Fragen seien noch offen gewesen, um deren Klärung sich die Verwaltung kümmern sollte. „Seither habe ich keine Rückmeldung dazu erhalten und höre jetzt, dass alles beim Alten bleibt“, äußerte Jäger ungehalten. Der Gewerbeverein habe in der Vergangenheit einen Großteil der Kosten gestemmt – 2015 waren das 2600 Euro, auch das sei einfach nicht mehr möglich. „Ich sehe hier die Stadt in der Pflicht, denn an sich ist es ja eine schöne Sache mit dem Weihnachtsmarkt“, ergänzte das Ratsmitglied. Ein Arbeitskreis solle her, sagt die CDU-Fraktion, das Organisationskomitee stehe ja schon, dieser könne sich doch noch mal die Ideen anschauen. Andreas Hella (Grüne) regte außerdem an, den Termin zu verschieben, und den Markt nicht am gleichen Wochenende wie den beliebten Annereslmarkt in Rheinzabern zu veranstalten. Die Stadt könne ja bis dahin ihren Prüfungsauftrag noch erfüllen, sagte Andreas Hahn (SPD-Stadtrat). Heilmann zeigte sich offen für die Ideen und sagte, er sei dankbar für jedes Engagement.

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