Kreis Germersheim „Das Schild steht schon“

„Fakt ist, dass das von der CDU geforderte Schild, das sich an die Autofahrer aus Richtung Karlsruhe wendet und die Ortsdurchfahrt verbietet, bereits existiert.“ Das schreibt Mario Daum, Vorsitzender des SPD Stadtverbands, in einer Stellungnahme zum Artikel „Wir haben einfach die Nase voll“, erschienen am 31. Juli. Darin hatte der CDU-Ortsverband anlässlich einer Ortsbegehung Regelungen gegen den morgendlichen Durchgangsverkehr gefordert.
„Was sagen wir einmal unseren Enkeln, wenn dies so weitergeht?“, fragt Daum in Anlehnung an eine entsprechende Aussage des CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Egon Förster. „Hoffentlich die ganze Wahrheit!“ Das von der CDU geforderte Schild stehe schon auf der Rheinbrücke vor der Ausfahrt Maximiliansau: „Ortsdurchfahrt Maximiliansau verboten“. nicht nur zwischen 6 und 8.30 Uhr, sondern den ganzen Tag, so Daum. Ausgenommen sei der Anliegerverkehr. Auch dürften die Autofahrer aus Karlsruhe nicht die Ursache des allmorgendlichen Staus sein, der sich durch Max’au zieht. Auch von Wörth und Jockgrim kommend stehe ein entsprechendes Durchfahrtverbotsschild, frühzeitig am Kreisverkehr „Abfahrt Bundesstraße 9“, hier mit zeitlicher Beschränkung von 6 bis 8.30 Uhr. Damit könne die Polizeiinspektion Wörth den aus Richtung Wörth einfahrenden Verkehr wirksam kontrollieren. „Dass sie das nicht macht, liegt meines Erachtens alleine an dem damit verbundenen Aufwand“, schreibt Daum. Es wirke auf ihn auch sehr seltsam, dass die CDU Maximiliansau nun versuche, lautstark das Thema Verkehrsbelastung zu besetzen, obwohl der erst seit kurzem amtierende Wörther Bürgermeister seit Monaten im Gespräch mit dem Innenministerium und der Polizeiinspektion über konkrete Maßnahmen zur Abhilfe steht und erste Konzepte bereits vorstellte, schreibt Daum. Darüber habe auch die RHEINPFALZ berichtet. „Zudem sei darauf hingewiesen, dass die CDU jahrzehntelang sowohl den Bürgermeister als auch den Max’auer Ortsvorsteher stellte, konkrete Maßnahmen aber unterblieben und nun aber lautstark die SPD Vertreter in diesen Ämtern kritisieren.“ Die morgendliche Verkehrsbelastung in Maximiliansau sei tatsächlich enorm und belastend, betont Daum. „Aber solange wir Deutschland als Autofahrerland begreifen, wir tagtäglich zur Arbeit mit dem Auto pendeln, unsere Kinder in die Schule fahren, jede Familie zwei bis vier Autos besitzt und noch viel zu wenig den öffentlichen Nah- und Fernverkehr nutzen, so müssen wir uns auch selbst an die Nase fassen.“ Sollten tatsächlich Familien ihre Kinder wegen der hohen Feinstaubbelastung nicht mehr im Garten spielen lassen, wie der CDU-Vorsitzende sagte, dann müsste man etwas anders ernsthaft überlegen, so Daum: Ob man die Kinder wirklich mit dem Dieselauto zur Schule und Kita bringen müsste und ob man nicht besser mit Bahn und Rad statt dem Auto zur Arbeit nach Karlsruhe fahren sollte.