KANDEL
„Das Hemd“ feiert 25. Geburtstag
Die Initialzündung brachte ein kleines Ladengeschäft in der Kandeler Innenstadt, das 1995 leer stand. Freddy Schwarz, zu dieser Zeit noch Handelsvertreter für Herrenmode, dachte wegen seiner ausgiebigen Reisetätigkeit über eine zeitlich geregeltere Alternative nach und griff zu: „Das Hemd – Mode für Männer“ war geboren, zunächst gegründet als Nebenerwerb. Schwarz’ Mutter führte anfangs das kleine Geschäft.
Anfangs nur Nebenerwerb
Nach einem erfolgreichen Start konnte der frischgebackene Einzelhändler seinen Außendienstjob bald an den Nagel hängen. Nach mehreren Umzügen fand Schwarz 2003 auf 90 Quadratmetern seinen heutigen Standort in der Stadtmitte in der Hauptstraße 92.
Der Geschäftsinhaber legt neben individueller Beratung Wert auf eine lockere Atmosphäre, die zwangloses Umschauen und Anprobieren erlaubt. Sein Konzept geht auf: „Wir haben über 90 Prozent Stammkunden im Laden, die durchaus auch aus dem größeren Umkreis zu uns kommen“, so Schwarz. Sein Slogan laute „Starke Typen, starke Marken, starke Mode“. Schwarz führt Markenartikel zahlreicher bekannter Modelabels.
Internet und Outlets sind Konkurrenten
Der Umsatz von „Das Hemd“ sei seit rund fünf Jahren stabil. „Es gab zwar schon Höhen und Tiefen, aber im Moment stagniert der Umsatz eher“, berichtet Schwarz. „Das liegt an drei Hindernissen, mit denen der Einzelhandel zu kämpfen hat: erstens am Rabattgesetz, das besonders die Textilbranche durch stetige Sonderangebotsschlachten kaputtmacht, zweitens an der Konkurrenz aus dem Internet und drittens an der Konkurrenz durch Outlets.“
Freddy Schwarz würde sich wünschen, dass Kunden aus der Umgebung den lokalen Einzelhandel noch mehr unterstützen, mit Spaß Zeit in der Stadt verbringen und gemeinsam shoppen gehen. „Ich selbst kaufe alles, was möglich ist, in Kandel ein. Und wenn ich Handwerker brauche, wende ich mich selbstverständlich an welche, die hier ansässig sind“, sagt er. In die Zukunft blickt er optimistisch: Im Jubiläumsjahr 2020 will er für bis zu 25.000 Euro das Interieur seines Modegeschäfts nochmals aufpolieren, um den Einkauf weiterhin attraktiv zu gestalten. „Schließlich verbringe auch ich sehr viel Zeit im Laden.“