Kreis Germersheim Brunnenschacht soll sichtbar werden

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Bei Straßenbauarbeiten in der Raiffeisenstraße wurde ein alter Brunnenschacht aufgedeckt. Da die Verwaltung nicht alleine über den Umgang mit dem historischen Fund entscheiden wollte, trat der Rat zusammen, um die Möglichkeiten zu diskutieren. Schnell war man sich einig, den etwa sieben Meter tiefen Schacht so erhalten zu wollen, dass er in der Öffentlichkeit wahrgenommen genommen werden kann.

Nach Rücksprache mit Gerd Pressler, dem ehemaligen Schulleiter und Historiker von Westheim, könnte es sich bei dem Schacht um einen der ehemals öffentlichen Brunnen von Westheim handeln. Dafür spräche die Fundstelle gegenüber dem Rathaus. „In Westheim gab es drei oder vier öffentliche Brunnen. Dort hat man sich beim Wasser holen getroffen und natürlich wurden dort auch die neusten Neuigkeiten ausgetauscht“, erzählt Pressler. „Und es waren nicht nur die Frauen. Je nachdem wie weit das Wasser zu tragen war, mussten auch die Männer ran.“ Auf Beschluss des Rates soll der Brunnenschacht, der zur Sicherheit mit einer Stahlplatte abgedeckt ist, einen etwa ein Meter hohen Aufbau aus Sichtbeton erhalten und mit einer Sicherheitsglasplatte geschlossen werden. Innen sollen zwei Strahler, die über einen Schalter von außen aktiviert werden können, für Licht im Schacht sorgen. Der obere Brunnenrand liegt derzeit etwa 50 Zentimeter unter dem Gehweg. Nach dem Aufbau würde er sich 50 Zentimeter über die Pflasterung erheben und damit gut sichtbar sein. Auch die Kombination aus rundem Brunnenschacht mit quadratischem Aufbau fand die Zustimmung des Rates. Eine Hinweistafel soll aufgestellt und die historische Bedeutung des Fundes erläutert werden. Zwar sind die Kosten von rund 6000 Euro kein Pappenstiel, aber das Geld sollte investiert werden, um den historischen Fund zu erhalten, so die Meinung des Rates. Außerdem wird einer der an dieser Stelle geplanten Parkplätze wegfallen, gab Ortsbürgermeisterin Inge Volz (SPD) zu bedenken. Aber dies könne angesichts der ringsum bestehenden Parkplätze verkraftet werden, befand der Rat.

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