Kreis Germersheim BMW-Vogel stärkt Standort Germersheim

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Die Firma Vogel verlegt ihr Stammhaus Anfang 2017 nach Germersheim, das Autohaus in Harthausen wird geschlossen. 18 Mitarbeiter sind am Montag darüber informiert worden, dass sie auf die Standorte in Germersheim, Landau und Zwingenberg verteilt werden. Grund für den Umzug ist eine geplante Neuausrichtung des BMW-Partners nach dem erfolgreichsten Jahr der über 90-jährigen Firmengeschichte.

„Wir handeln aus einer Position der Stärke heraus“, sagt Peter Vogel (46), der die Firma mit seinem drei Jahre jüngeren Bruder Marco leitet. Die Vogel Autohäuser hätten 2015 Bestwerte erreicht: So seien die Verkaufszahlen um 18 Prozent auf 2452 verkaufte BMW- und Mini-Neu- und Gebrauchtwagen gesteigert worden. Folge: Ein Umsatzplus von 15 Prozent auf 71 Millionen Euro. Das Eigenkapital der Gruppe habe man so auf über 30 Prozent, die Mitarbeiterzahl auf über 200 steigern können, so Vogel. Aber warum dann jetzt der Umzug? „Wir wollen in den nächsten Jahren rund 2,5 Millionen Euro in neue Herstellerstandards investieren und den Bereich Elektromobilität mit entsprechende Ladestationen aufbauen“, sagt Vogel. Aufgrund dieser hohen Investitionen habe man sich dafür entschieden, das Stammhaus 2017 nach Germersheim zu verlegen. Dort, in Landau und im hessischen Zwingenberg betreibt man „Vollstandorte“, es werden also auch Autos verkauft. In Harthausen gibt es nur einen Service-Standort, der Ende des Jahres verlegt werden soll. Neun Mitarbeiter aus Harthausen werden dann in Germersheim eingesetzt, sechs in Landau, drei in Zwingenberg. Ein weiterer Grund für den Standortwechsel: „Im ländlichen Bereich ist es nicht so einfach.“ Kunden aus Harthausen werden laut Vogel weiter bedient. „Wir holen die Autos auch ab und bringen sie wieder zurück.“ Verlegt wird auch der Online-Handel mit Ersatzteilen, der bisher von Harthausen aus organisiert wird: Die Mitarbeiter sollen im Laufe des Jahres in Landau das ehemalige Hyundai-Autohaus gegenüber dem Autohaus Vogel beziehen. „Wir wollen die Standorte in den Städten stärken und noch stärker auf den Online-Handel setzen“, sagt Vogel. Seit man 2012 mit dem Online-Handel begonnen habe, habe man die Umsätze jährlich verdoppeln können, zuletzt auf 1,4 Millionen Euro. In Harthausen verbleiben soll am Ende nur die Verwaltungs-Holding der Firma mit zwölf Mitarbeitern. „Die kümmern sich zum Beispiel um die Buchhaltung und das Marketing aller Filialen“, so Vogel. Außerdem sei sie für andere Beteiligungen etwa im Bereich Energieeffizienz zuständig.

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