Kreis Germersheim Blutspendeausweis reicht nicht
«Hatzenbühl.»Seit Jahren geht Wolfgang Wünstel zur Blutspende. Sein Anliegen dabei: Er will Menschen helfen. Dies versuchte er auch am 11. Januar. Vergeblich. Der Ortsverein Kandel des Deutschen Roten Kreuzes hatte in Hatzenbühl eine Veranstaltung zum Blut spenden organisiert. Aber Wünstel durfte wegen einer Formalität nicht, ärgert er sich gegenüber der RHEINPFALZ.
Als er um 20 Uhr zum Blutspendetermin kam, erlebte er „ein Beispiel von unerklärbarer Bürokratie“, so Wünstel. Er sollte seinen Personalausweis vorzeigen. „In den zurückliegenden 54 freiwilligen Blutspenden wurde bisher noch nie ein Personalausweis zur Identifizierung meiner Personalien verlangt.“ Sein Blutspendeausweis war vorher immer ausreichend gewesen, sagt er. Viele Anwesende, die sich ausweisen konnten, hätten die Identität von ihm bestätigen können. Dies reichte alles nicht aus. Ein amtliches Ausweisdokument hatte Wünstel aber nicht dabei. So durfte an diesem Tag kein Blut spenden. Da er lediglich etwas Gutes tun und helfen wollte war seine Verärgerung über den Vorfall sehr groß. Auf Nachfrage der RHEINPFALZ beim DRK-Ortsverein Kandel, dem Veranstalter der Blutspende, verwies der Ortsverein an den Blutspendedienst West. Dieser stellte die zuständigen Ärzte zur Blutabnahme an diesem Tag. Laut Blutspendedienst West ist das Vorzeigen eines amtlichen Dokumentes wie dem Reisepass oder dem Personalausweis laut Richtlinien „seit letztem Jahr“ erforderlich. Die Ärzte vor Ort müssen sich ausnahmslos daran halten. Das Vorlegen eines Führerscheins sei auch möglich. Eine Krankenkassenkarte würde nicht reichen.