Kreis Germersheim Blühende Wiesen in Germersheims Stadtmitte

Blühende Wiesen bedeuten Nahrung für Insekten.  Foto: DPA
Blühende Wiesen bedeuten Nahrung für Insekten.

Vor einem Jahr hat sich der Germersheimer Stadtrat für die Umsetzung einer Biodiversitätsstrategie ausgesprochen. Die Stadt will laut Bürgermeister Marcus Schaile (CDU) seitdem die biologische Vielfalt der Arten (Biodiversität) und ihre natürlichen Lebensräume schützen und erhalten.

Die städtische Biodiversitätsstrategie umfasst Schaile zufolge derzeit sieben Themenfelder: Städtisches Grün, Ackerflächen, Wälder und Auen, Flüsse/Gewässer und Hochwasserschutz, Bauleitplanung inklusive städtischer Liegenschaften, Stadtklima und Klimawandel sowie Mobilität. Die innerstädtischen Grünflächen, die sich in der Pflege der Stadt befinden, seien inzwischen digital erfasst und auf die Biodiversitätsmerkmale bewertet worden. Das Ergebnis: Der Betriebshof bewirtschaftet Flächen von insgesamt zirka 62,2 Hektar. „Die Zahlen zeigen, dass Germersheim schon jetzt eine Stadt des Grüns ist und über vielfältige Flächen verfügt, aber ein Grund, sich im Grün auszuruhen, ist dies natürlich nicht“, so Baudezernent Sascha Hofmann, der das Projekt Biodiversitätsstrategie verantwortet.

Durch die Kooperation mit der Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur sind die Mitarbeiter des Betriebshofs und der Verwaltung in der naturschutzfachlichen Grünland-, Gehölz- und Uferpflege sowie zum Obstbaumschnitt geschult worden. Vorschläge zur weiteren Verbesserung städtischer Biodiversität seien entwickelt worden. In einem ersten Projekt sollen bisherige Mulchflächen (Wiesen, die zweimal im Jahr gemäht werden und das Schnittgut liegen bleibt) in insektenfreundliche Magerwiesen (Wildwiesen) umgewandelt. Diese werden nur einmal im Jahr gemäht. 2,3 Hektar Mulchflächen, wie die Wiese südlich des Kiefsees oder die oberste Terrasse im Lamotte Park und die Grünfläche unterhalb der Brücke zum Weißenburger Tor, sollen Magerwiesen werden. „Die Bürgerinnen und Bürger können sich demnächst auch im Stadtgebiet über noch mehr wunderbare Blühwiesen freuen, die Insekten, insbesondere Bienen und Schmetterlinge anlocken werden“, so Schaile.