Kreis Germersheim Baubeginn der Südumgehung steht an
Bellheim. Nachdem die Bellheimer Südumgehung im Haushaltsentwurf des Landes steht, ist Ortsbürgermeister Paul Gärtner (Wählergruppe Adam) sehr optimistisch, dass sie nun auch gebaut wird. 100-prozentige Sicherheit werde es allerdings erst im März geben, wenn der Landtag den Haushaltsplan beschlossen hat, sagte er im Pressegespräch der RHEINPFALZ. „Dann sind wir mit der Westspange dran.“
Wie berichtet hat der Rat beschlossen, die Westspange auf eigene Kosten zu bauen, wenn das Land die mit 14 Millionen Euro kalkulierte Südumgehung baut, für die seit Jahren Baurecht vorliegt. Die Arbeiten für die Westspange könnten in der zweiten Jahreshälfte 2017 beginnen. Zunächst werde man wohl die beiden benötigten Brücken bauen, weil diese am zeitaufwändigsten seien, sagte Gärtner. Hinsichtlich des Zeitplans werde man sich im Januar noch einmal beraten. Dann werde auch über die erforderlichen Rodungen zu reden sein, die aus Naturschutzgründen nur im Januar/Februar erfolgen dürften. Das Geld für die mit vier Millionen Euro veranschlagte Westspange steht bereits seit längerem im Gemeindehaushalt. Die Kosten können laut Gärtner allerdings noch etwas höher ausfallen, je nachdem wie aufwändig der Bau der Brücke über den Spiegelbach wird. Die Südumgehung könnte mit dem Bau eines Kreisels am Ortsausgang in Richtung Knittelsheim beginnen, auf den auch die Westspange geführt werden soll (wir berichteten). Im ersten Schritt müsse aber das sich komplett in privater Hand befindliche Gelände für die etwa 4,2 Kilometer lang werdende Straße gekauft werden. Im Hinblick auf die langjährigen Auseinandersetzungen im Ort wegen der Südumgehung wird das nicht einfach, hieß es schon vor einem Jahr seitens der SPD. Im Süden liegen Bellheims fruchbarste Äcker und auch Bewohner des Baugebiets Häßlich unweit der geplanten Trasse haben schon ihre Ablehnung des Projekts artikuliert. Fertig werden (bis auf die Außenanlage) wird gleich zu Jahresbeginn die Festhalle in der Zeiskamer Straße, die für rund 1,5 Millionen Euro saniert wird. Am 6. Januar soll dort der Neujahrsempfang der Gemeinde stattfinden. Eine offizielle Einweihung soll es zu einem späteren Zeitpunkt geben. Mit der Fertigstellung werde es Zeit, damit die Vereine die Halle wieder nutzen können. So soll es dieses Jahr (2017) auch wieder eine Theateraufführung geben. Fertig werden muss im Frühjahr die Zufahrt zum im Bau befindlichen Reifenlager, das dann in Betrieb gehen soll. Geplant sind eine Straße und ein Wendehammer. Wenn diese fertig sind und das Gelände danach erschlossen ist, könnten die Gewerbegrundstücke vergeben werden, für die es bereits Bewerber gebe. Die Planung für den Kreisel, mit dem das Gewerbegebiet im Norden Bellheims und das Neubaugebiet In den Dornen besser an die Westheimer Straße angebunden werden soll, liege beim Landesbetrieb Mobilität (LBM). Der habe in ersten Gesprächen Zustimmung signalisiert, so Gärtner. Wenn der Kreisel gebaut ist, könnte man 2017 anfangen den dritten Teil des Neubaugebiets zu erschließen, um dann im Folgejahr zu beginnen die rund 100 Bauplätze zu vergeben; knapp 100 Bewerbungen lägen vor. Wenn es gelingt binnen eines halben Jahres den Bebauungsplan für das Ärztehaus zu erstellen, könnte noch dieses Jahr mit dessen Bau begonnen werden. Der Bellheimer Bauunternehmer Peter Weber plane ein vierstöckiges Gebäude für sechs Ärzte, Wohnungen und Geschäftsräume, eventuell eine Apotheke. In Abhängigkeit von der Größe des Ärztehauses soll in dessen unmittelbarer Nähe ein Hotel entstehen, wofür es bereits Bewerber gebe. Fertig gebaut und in Betrieb genommen werden muss dieses Jahr der neue zweigruppige Kindergarten nahe des Forsthauses. Andernfalls sieht es unter Umständen schlecht aus für einen Teil der erwarteten Zuschüsse für das Eineinhalb-Millionen-Euro-Projekt. Beginnen könnte vielleicht noch die Sanierung der Unteren Hauptstraße zwischen Bahnübergang und Einmündung Fortmühlstraße. Weil für den im Hinblick auf den Bau der Südumgehung erfolgenden verkehrsberuhigenden Ausbau Parkplätze wegfallen sollen, ist mindestens eine Anwohnerversammlung nötig; die erste ist am 11. Januar. Termine —Neujahrsempfang der Gemeinde am 6. Januar, 19 Uhr, in der Festhalle. —Anwohnerversammlung zum Ausbau des unteren Teils der Hauptstraße am 11. Januar; Ort und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben. |gs