Kreis Germersheim Bankräubern auf der Spur
«Wörth.» Die Konkurrenz schläft nicht. Dieses alte Biber-Sprichwort hat schon meine Großmutter immer gesagt. Deshalb habe ich auch heute meinen bequemen Biber-Bau verlassen, um dem Zeitungs-Team der Kinderstadt Astropolis auf die Finger zu schauen. Von Kollege zu Kollege sozusagen.
Bei meiner Ankunft geht es in der Redaktion schon heiß her und das nicht nur aufgrund der hohen Temperaturen. Vier Seiten hat die Astropolis-Zeitung und die müssen schließlich gefüllt werden. Florine, Fee, Emma, Mina, Lena, Anouk und Erik haben daher viel zu tun und hauen ordentlich in die Tasten. „Wir schreiben über aktuelle Geschehnisse, denken uns Witze und Rätsel aus und nehmen Werbung und Grüße an“, erklärt die zwölfjährige Emma aus Neupotz. So verschickt die Post heute Rosen an Freunde und Meli grüßt alle motivierten Betreuer. Einer aufregenden Story sind die rasenden Astropolis-Reporter auch auf der Spur. Es wurde nämlich zum wiederholten Mal die Bank ausgeraubt. Das ist definitiv eine Schlagzeile wert. Der erste Weg geht für Fee und ihre Freundinnen daher zur Bank. Dort finden sie jedoch keine brauchbaren Antworten auf ihre Fragen. „Am besten gehen wir zur Polizei“, meint Florine und ist schon unterwegs. „Wisst ihr etwas über den Banküberfall“, fragt Fee dort den neunjährigen Polizisten Constantin. Dieser will erst einmal seine Betreuerin holen. „Aber das muss schnell sein. Wir haben nämlich keine Zeit“, drängt Fee ihn zur Eile. Keine Minute später liefert die achtzehnjährige Betreuerin Linh endlich brauchbare Informationen: „Wir haben das Casino, das Rathaus und ,Astropolis sucht den Superstar’ im Verdacht.“ Selbstverständlich wird das Zeitungs-Team dies nun schnellstmöglich überprüfen. Mir wird es mit meinem dicken Fell nun aber doch etwas zu heiß. Die kühlen Kellerräume sind daher ideal für eine kleine Pause vom hektischen Reporterleben. Dort treffe ich auch auf Sophie und Celine vom Nachrichtenreporter-Team. Auch sie haben sich in das Tonstudio zurückgezogen, um sich kurz von ihrer Arbeit zu erholen. Sie laufen eigentlich mit Kamera und Mikrofon durch die Stadt, um Kinder zu bestimmten Themen zu befragen oder Grüße entgegen zu nehmen. „Vorhin haben wir die Kinder zu einer Challenge herausgefordert und gefilmt, wer mit dem Basketball mehr Körbe werfen kann“, sagt die elfjährige Sophia. Die Betreuerin Marieke schneidet die Filme zusammen, sodass sie am nächsten Tag über den Bildschirm im Foyer abgespielt werden können. Zurück in der Zeitungsredaktion tippen die Redakteure bereits ihren fertigen Artikel zum Banküberfall in den Computer ein, kleine Rechtschreibfehler inklusive. „Das ist nicht so wichtig“, meint Mina „alles soll so geschrieben sein, wie die Kinder es denken.“ Und so ein kleiner Fehler kann schließlich auch witzig sein. „Gestern stand zum Beispiel Falschgeld kleingeschrieben und mit Leerzeichen in der Zeitung. Also ,falsch Geld’“, lacht Emma. Mir sind Rechtschreibfehler egal. Hauptsache mein Name wird richtig geschrieben. Zum Schluss wurde ich nämlich noch interviewt. Ich freue mich schon bibermäßig auf die morgige Ausgabe der Zeitung, natürlich mit mir auf der Titelseite.