Kreis Germersheim Bald Baubeginn für zwei Südumgehungskreisel

Parkbuchten, die in Bellheim angeblich den Verkehrsfluss stören, ärgern BI-Mitglieder ebenso wie Lastwagen, die wegen des Nachtf
Parkbuchten, die in Bellheim angeblich den Verkehrsfluss stören, ärgern BI-Mitglieder ebenso wie Lastwagen, die wegen des Nachtfahrverbots auf der B 9 durch die Orte fahren.

„Die Mittel von rund 1,3 Millionen Euro für den Bau der beiden Kreisel Richtung Rülzheim und Knittelsheim sind freigegeben und somit können die beiden Projekte angegangen werden.“ Über den aktuellen Sachstand zur Bellheimer Südumgehung, deren Bau vorbereitet wird, berichtete Dieter Godyniak, Vorstandssprecher der Bürgerinitiative Verkehrsentlastung Verbandsgemeinde Bellheim (BI), bei deren Mitgliederversammlung in der vergangenen Woche.

Die beiden Kreisel gehörten ebenso wie der für 2019 geplante Bau zweier Brückenbauwerke zu den Vorbereitungen für die Südumgehung. Der Bau der Trasse dafür sei für 2020/21 geplant. Noch etwas zögerlich gestalteten sich die Planungen für die Umgehung von Knittelsheim und Ottersheim in Verlängerung der Südumgehung. Da wolle man doch nochmal nachhaken. Godyniak will eine Anfrage an den zuständigen Staatssekretär richten. Der erste Abschnitt der Bellheimer Hauptstraße soll bis Ende Mai fertig saniert sein. Daran schließt sich dann der zweite Abschnitt an. „Zuerst werden die Hausanschlüsse erneuert, danach die Gehwege saniert und zum Schluss dann die Fahrbahn erneuert werden“, weiß Godyniak. Vor zwei Jahren sei in Bellheim Tempo 30 eingeführt worden. Mit der erhofften Beruhigung des Verkehrs für die Anwohner sei man allerdings noch nicht ganz zufrieden, so Godyniak weiter. Ein BI-Mitglied verwies auf die Parkbuchten entlang der Hauptstraße, die ein ruhiges Fließen des Verkehrs behinderten. Durch den Umbau, so die Erwartung der BI, könnte sich das Problem wohl in absehbarer Zeit lösen. Negativ vom Land beschieden wurde die Eingabe der BI, mit der ein Durchfahrverbot für Lastwagen erreicht werden sollte. Um dabei weiter zu kommen, müsste ein Gutachten in Auftrag gegeben werden und für einen Rechtsanwalt und das Gericht würden weitere Kosten anfallen, gab Godyniak zu bedenken. Angesichts der Kosten und des unsicheren Ausgangs eines möglichen Verfahrens, stelle sich die Frage, ob etwas erreicht werden kann, bevor die Südumgehung kommt. Mehrheitlich entschieden sich die zehn Versammlungsteilnehmer dafür, sich diese Kosten zu sparen. „Wenn erst die Südumgehung da ist, muss die Situation eh wieder neu bewertet werden“, so der Tenor. Angesichts des bevorstehenden Frühjahrs kam auch das Thema „Motorradfahrer“ auf den Tisch. Ein Anwohner der Hauptstraße ärgert sich so über die Geräuschkulisse mancher Zweiräder, dass er gar ein Durchfahrverbot forderte. Thematisiert wurde ebenfalls das Nachtfahrverbot für Laster auf der B 9. „Eine Ungeheuerlichkeit“, so ein BI-Mitglied. „Die Lkw fahren nachts durch unsere Orte und stören unseren Schlaf. Wofür wurde die Straße denn gebaut?“ Auch dieses Thema will die BI weiter verfolgen, zumal man feststellte, dass an manchen Auffahrten entsprechende Schilder stehen und an anderen nicht.

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