Kreis Germersheim Badstraße muss voll ausgebaut werden

Einstimmig billigte der Ortsbeirat Schaidt am Mittwoch die Ansätze für das Investitionsprogramm der Stadt Wörth, das mit dem Doppelhaushalt für 2019/2020 beschlossen werden soll. Veranschlagt sind hier die Restkosten für den Bau der Kulturhalle mit 2,235 Millionen Euro in 2019. Insgesamt liegt der Kostenrahmen für die neue Halle beim Sportzentrum bei nunmehr rund 4,15 Millionen Euro.
Geplant ist auch der Ausbau der Speyerer Straße (180.000 Euro) und der Badstraße (400.000 Euro). Beim Vollausbau der Badstraße, für die Beiträge erhoben werden, soll auch die Wasserversorgung erneuert werden. Vom Plan, nur die Deckschicht zu erneuern, habe man Abstand nehmen müssen, so Ortsvorsteher Kurt Geörger. Der Unterbau sei in einem so schlechten Zustand, dass man sich zu einem Vollausbau entschlossen habe. Die Stadt rechnet mit Anliegerbeiträgen in Höhe von 280.000 Euro. Sie sind auf der Einnahmeseite veranschlagt. Weitere Investitionen stehen im Plan, betreffen aber alle Ortsbezirke und Einrichtungen der Stadt Wörth wie Schulen und Kindergärten oder die Feuerwehr. Der Ortsbeirat Schaidt wünscht, dass Planungskosten für die Nutzung der Fläche, auf der bisher die alte Turnhalle steht, ins Investitionsprogramm aufgenommen werden. Mittel für weitere Maßnahmen, die bisher nicht ausgeführt wurden, sollen auf den kommenden Haushalt übertragen werden, etwa die Kosten für Rankgerüste am Ortseingang oder die Sanierung des Bachweges. Holger Kaschewski, Geschäftsführer der Grundstücksverwaltungsgesellschaft (GVG) der Stadt, informierte über die Situation im Gewerbegebiet „Pappelallee“. Die Machbarkeitsstudie des Planungsbüros „Re2area“ liegt vor. Demnach sei die Umsetzung trotz einiger Schwierigkeiten (große Tabufläche für den Artenschutz, geringer Grundwasserflurabstand, Altlastenverdachtsfälle) technisch und wirtschaftlich machbar. Der Vorschlag sieht eine nutzbare Gewerbefläche von rund 4,7 Hektar vor. Nach der artenschutzrechtlichen Prüfung des Büros „Natura 2000“ gibt es hier streng geschützte Vogelarten, die beeinträchtigt werden können. Vor Beginn der Bebauung seien „umfangreiche Vermeidungsmaßnahmen“ umzusetzen. Geschäftsführer Kaschewski teilte mit, dass die GVG die städtischen Flächen erwirbt, um weitere Maßnahmen angehen zu können. Einen Planauftrag werde man Anfang 2019 vergeben können. Wenn alles gut gehe, so Kaschewski, könne man frühestens 2020 an Baumaßnahmen denken. Verwiesen wurde in der Diskussion darauf, dass es seit 1994 einen rechtskräftigen Bebauungsplan für das Gewerbegebiet gebe, der aber heute nicht mehr umsetzbar sei. Nun ist man in Schaidt und bei der Stadt entschlossen, ein kleineres Gewerbegebiet zu erschließen, um Nachfragen bedienen zu können. Die Größe der Grundstücke soll nach den Worten von Kaschewski flexibel bleiben. Man wolle auf Wünsche der Bauinteressenten reagieren können.