Kreis Germersheim Bären machen ihr Dorf kuschelig

putzt sich heraus. Das Bärendorf wird um- und ausgebaut. Davon zeugt nicht nur die seit Oktober andauernde Sperrung der Ortsdurchfahrt, die neu gemacht wird. Schließlich wird 2018 der 1250. Dorfgeburtstag gefeiert, und dann soll alles schön sein. Das betrifft auch die Schul- und Kulturhalle, die man sich nicht nur im Hinblick auf die Kosten mit Knittelsheim teilt. Deren Ausgestaltung machte einen großen Teil der Sitzung des Ottersheimer Ortsgemeinderats am Montag aus. Da wurden Akustikdecken- und Wandpaneelen verglichen (Birke oder war’s Buche? Nein, Eiche mit zwei Prozent Weißanteil. Verwechslungen führten wiederholt zu Gelächter.), Aufhängungen für Dekorationen, Theatervorhänge, Lampen und andere Bühnentechnik, Türen, Türstopper ... Es zog sich, bis die Fachleute alle ihre Vorschläge unterbreitet hatten und der Rat ausgewählt hatte. Letztlich wurden Ausgaben von rund 60.000 Euro beschlossen. Damit sich Otters- und Knittelsheimer ein Bild von ihrer zu erneuernden guten Stube machen können, ist für kommenden Sonntag, 3. Juli, ein Tag der offenen Baustelle anberaumt, der von 10.30 bis 12.30 Uhr dauert. Dann kann man auch Muster der ausgewählten Bodenbeläge, Wand- und Deckenpaneelen anschauen. Man muss dem Rat attestieren, dass das Ganze ohne lange Diskussionen über die Bühne ging – aber es ist auch schon einiges vorberaten worden. Verwundert hat, dass zwischen all den Ratsherren nur eine Ratsdame saß. Denn normalerweise beantworten doch eher Frauen Einrichtungsfragen. Hier scheint die Emanzipation auf dem Vormarsch – nur andersrum. Außerhalb der Halle stehen ebenfalls Veränderungen an: Der südlich gelegene Waschbetonplattenweg soll zurückgebaut und westlich davon neu angelegt werden. Für rund 15.000 Euro soll die Firma Regab, Herxheim, einen Weg herstellen, der sich in seiner Machart an den Rad-/Fußweg dort anlehnen soll. Ob er wie derzeit geplant 2,50 Meter breit wird oder wegen der Feuerwehr drei Meter, soll noch geklärt werden. Für das geplante Ärzte-/Bankhaus „am Eck“ gehen weitere rund 664.000 Euro über den Tresen: Den Rohbau soll für 489.000 die Speyerer Firma Dupré errichten, die Heizung montieren soll für 169.000 Euro die Bellheimer Firma Adam und die Firma Phillips aus Schweighofen den Blitzschutz für 5600 Euro. Erneuert wird auch die Treppe an der Kirche; 1,50 Meter breit soll sie werden und aus dem gleichen Material wie das Pflaster des Platzes. Breiter soll sie auf Wunsch der Kirche, die bezahlt, nicht werden. Der neue Unterstand an der Bushaltestelle dort soll nun doch ein Glasdach bekommen. Zwar verschmutzt das schnell und sieht dann unschön aus, weshalb kurzzeitig ein Metalldach in Erwägung gezogen wurde, aber weil man über besagte Treppe gut das Dach reinigen kann, blieb es dabei – nicht zuletzt der Transparenz wegen. Für die sorgen auch die Listen der Jubiläumsfeier-Arbeitsgruppe, welche an den Wänden im Sitzungssaal des Rathauses hängen. Unter anderem ist im Sommer 2018 ein Festwochenende geplant. Bis dahin soll auch noch das Rathaus gestrichen werden.