Wörth Autowerkstatt Göck schließt

Am 31. März schließt die Werkstatt, das Autohaus wird Inhaber Steffen Göck weiterbetreiben.
Am 31. März schließt die Werkstatt, das Autohaus wird Inhaber Steffen Göck weiterbetreiben.

Seit gut 29 Jahren gibt es die Kfz-Werkstatt Peter Göck im Gewerbegebiet In den Niederwiesen. Am 31. März ist Schluss, die Werkstatt schließt für immer. Wie in vielen Handwerksbetrieben ist Fachkräftemangel der Grund.

In diesem Jahr wird Peter Göck 70 Jahre alt. Eigentlich hat er sich vor zwei Jahren schon in den Ruhestand verabschiedet, aber wirklich angekommen ist er dort aber nicht. Fehlendes Personal hat den Kfz-Meister dazu gezwungen, einfach weiter zu arbeiten. „Aber jetzt reicht es dann auch mal“, sagt seine Frau Ulrike, die im Büro mitarbeitet. Eine Zeit lang war sie allein für die Büroarbeit verantwortlich. „Inzwischen haben wir eine Bürokraft gefunden, jetzt arbeite ich nur noch in Teilzeit“, sagt Ulrike Göck.

Die Werkstatt samt Autohaus hat Sohn Steffen Göck vor zwei Jahren übernommen. Den Autohandel wird er auch weiterführen, die Werkstatt wird dagegen geschlossen. „Wir haben wirklich alles versucht, aber es ist unglaublich schwer, Personal zu finden, der Markt ist wie leer gefegt“, sagt Ulrike Göck. Fast unmöglich sei es, einen Annahmemeister zu finden, also einen Kfz-Meister, der für die Kundenberatung und die Annahme der Fahrzeuge zuständig ist.

Alle Mitarbeiter haben neue Jobs

Früher arbeiteten sechs Kfz-Mechaniker beziehungsweise Kfz-Mechatroniker in der Werkstatt von Peter Göck. „Jetzt haben wir noch vier Mechaniker. Davon hat einer bereits das Rentenalter erreicht, ein anderer hat gekündigt, weil er sich beruflich verändern will“, erzählt Ulrike Göck. Die Chance, dass sich auf dem Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit etwas ändert, sehen die Göcks nicht, deshalb haben sie sich zur Aufgabe ihres Familienunternehmens entschieden. „In unserer Branche ist es inzwischen wie bei den Bäckern oder Metzgern, dort haben auch viele in den vergangenen Jahren ihre Geschäfte schließen müssen, weil sie keine Mitarbeiter mehr gefunden haben“, sagt Ulrike Göck. Ihre noch verbliebenen Mitarbeiter hätten alle bereits neue Jobs gefunden. „Da haben wir uns rechtzeitig darum gekümmert“, betont Ulrike Göck.

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