Kreis Germersheim Augen auf! – Wohnung zu!

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Einbrüche in Häuser und Wohnungen beschäftigen die Menschen, weil es schon in jedem Dorf und jeder Stadt im südlichen Landkreis Germersheim welche gegeben hat. „Da fühlt sich jeder betroffen“, sagt Thomas Lederer. Der Leiter der Polizeiinspektion (PI) Wörth stellte am Donnerstag die Kriminalstatistik 2016 für den Bereich der Wörther Polizei vor (wir berichteten). Darin sind für das vergangene Jahr 83 (2015: 75) sogenannte Wohnungseinbruchsdiebstähle vermerkt. 28 (2015: 33) davon fallen in die Kategorie Tageswohnungseinbrüche. Das sind die Einbrüche, die nachweislich zwischen 6 Uhr morgens und 21 Uhr abends stattgefunden haben. Sie gibt es vor allem in der „dunklen Jahreszeit“, wenn bereits am späten Nachmittag Dunkelheit herrscht und die Hausbewohner noch bei der Arbeit sind. Die Aufklärungsquote der Wohnungseinbrüche im PI-Bereich lag bei 12 Prozent. Lederer wies darauf hin, dass die Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen ist. Es gebe auch schon Erfolge. Lederer: „Die Sensibilität für Fremdes im Wohngebiet ist gewachsen. Wir bekommen mehr Hinweise als früher.“ Nach dem Motto „Lieber ein Anruf zu viel als einer zu wenig“ weist der Inspektionsleiter darauf hin, dass Bürger unbedingt anrufen sollen, wenn ihnen beispielsweise verdächtige Fahrzeuge oder Personen auffallen. Bürgern, die ein Schutzbedürfnis vor Einbrechern haben, rät Lederer, unbedingt die kostenlose Grundschutzberatung der Polizei in Anspruch zu nehmen. Da kommen Sicherheitsexperten der Polizei ins Haus und zeigen Schwachstellen auf, die Einbrecher nutzen könnten. Absolute Sicherheit könne die Polizei aber nicht versprechen, so Lederer. Sein Stellvertreter Peter Trauth weist darauf hin, dass die Präventionsarbeit der Polizei Wirkung zeige, es gebe beispielsweise kaum noch Einbrüche durch gekippte Fenster. „Die Leute wissen, dass sie Fenster schließen und Türen abschließen müssen, wenn sie das Haus verlassen.“ Ein Hauptangriffspunkt für Einbrecher seien nach wie vor Terrassentüren. Für Schiebetüren biete sich ein Holz an, dass zwischen Schiebetür und Rahmen gelegt das Aufdrücken der Tür unmöglich macht, auch wenn sie bereits aufgebrochen ist. Lederer: „Einbrecher haben keine Zeit. Es könnte ja in jedem Moment jemand ins Haus kommen. Wenn der Aufbruch nicht gleich klappt, geben sie auf.“ Er belegt das mit Zahlen: Mehr als die Hälfte, genau 56,6 Prozent der Einbrüche endeten im Versuchsstadium, weil entweder die Täter gestört wurden oder die Sicherheitseinrichtungen für sie zu groß waren. Fahrraddiebstähle Im Inspektionsbereich wurden 2016 mehr Fahrräder gestohlen als 2015. Diebstahl-Schwerpunkte sind der Bahnhof in Kandel und der Haltepunkt Maximiliansau. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 194 Räder gestohlen. Weil das einen Anstieg um 15,5 Prozent bedeutet, hat sich die Polizeiinspektion dafür entschieden, einen Sachbearbeiter speziell für die Aufklärung von Fahrraddiebstählen einzusetzen. Aber auch die Radeigentümer selbst können etwas tun. Es sei bei den Ermittlungen sehr hilfreich, wenn es von den Fahrrädern Rahmennummern (stehen in der Rechnung oder im Fahrradpass), Fotos oder zumindest exakte Beschreibungen gebe. Aufgeklärt wurde eine Serie von Fahrraddiebstählen in Berg, Neulauterburg und Neuburg. Dort hat die Polizei einen Täter aus Frankreich ermittelt. „Meistens werden die Räder eine Weile genutzt und dann irgendwo abgestellt, fast immer kaputt“, sagte Lederer. „Hochwertige Räder würden gelegentlich auch auf dem Schwarzmarkt verkauft.“

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