Kreis Germersheim Altes Fett ins Gebüsch statt zum Wertstoffhof

91-83437764.jpg

Bei seinem Spaziergang am 1. Mai war RHEINPFALZ-Leser Albrecht Sitter zwischen Kandel und Rheinzabern unterwegs. An der L549, kurz vor der Radwegunterführung Hatzenbühl/Rheinzabern stellte er fest, dass im Wald Müll entsorgt worden war und ärgerte sich. Die RHEINPFALZ hat bei der Kreisverwaltung nachgefragt, wo Küchenfett rechtmäßig entsorgt werden kann – und was eine solche illegale Müllentsorgung kosten kann.

Vermutlich hat ein Gastronomiebetrieb neben dem Waldweg seinen Müll entsorgt, „Ich hoffe nur in diesem Betrieb kein Kunde zu sein“, schreibt Sitter. Der Kreisverwaltung war diese Müllablagerung bisher nicht bekannt, wie eine Anfrage der RHEINPFALZ ergab. Vergleichbare Fälle, in denen gastronomische Betriebe ihren Müll einfach in den Wald entsorgt haben, seien in jüngerer Vergangenheit nicht bekannt. Dabei gibt es im Landkreis auch legale Wege, Öl zu entsorgen: Private Haushalte können Frittierfett, Altfette und Speiseöle kostenlos auf den Wertstoffhöfen der Kreisverwaltung in Westheim, Rülzheim und Berg abgeben, schreibt die Kreisverwaltung. Auch kleinere Mengen aus dem gastronomischen Bereich könnten kostenlos angenommen werden. Außerdem biete die Firma Mukrasch im Zuge der Speiseresteentsorgung in Germersheim einen speziellen Entsorgungsservice an. Die Kreisverwaltung sagte zu, dass sich die Abteilung Abfallwirtschaft bald um die Beseitigung des Mülls kümmern wird. Sollte noch herauskommen, wer Öl und Pfannen auf diese Weise entsorgt hat, würde wohl ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro fällig werden. (tnc)

x