Kreis Germersheim Alle Parteien für Sportanlagen

Aus der Industriebrache am Schauffele-See soll ein Sportgelände werden.
Aus der Industriebrache am Schauffele-See soll ein Sportgelände werden.

Einstimmig billigten der Bau- und Umweltausschuss sowie der Hauptausschuss der Stadt Wörth am Dienstagabend Pläne, nach denen die Sportanlagen vom Dorschberg an den Schauffele-See verlagert werden. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat Mitte April.

Die CDU hatte als Alternative eine gewerbliche Nutzung des Geländes vorgeschlagen. Der jetzt gebilligte Kompromiss sieht diese auf einem Geländestreifen neben der Bahnlinie vor; gegenüber stehen Hallen, die der Gewerbevermietung Hutter (Hagenbach) gehören. Deren Geschäftsführer sind die Brüder Michael und Christian Hutter - letzterer ist für die CDU erster Beigeordneter der Stadt Hagenbach. Der Streifen sowie eventuell zusätzlich zu erwerbendes Bahngelände soll laut Vorlage „für die Innovationsbranche entwickelt werden“. Anders als ursprünglich geplant soll die Bienwaldhalle nicht abgerissen und an den Schauffele-See verlagert werden. Vorgesehen ist jetzt ihre Sanierung und weitere Nutzung für Schul- und Vereinssport – gemeinsam mit dem Kreis, der als Schulträger für den Schulsport verantwortlich ist. Ob und zu welchen Konditionen der Kreis dazu bereit ist, ist noch offen. Die Stadtverwaltung wird mit dem Beschluss lediglich aufgefordert, mit dem Kreis die Verhandlungen aufzunehmen. Auf dem Schauffele-Gelände soll dennoch ein Baufenster für eine Halle offen gehalten werden, für den Fall, dass sich ein Bedarf ergibt. Offen gehalten wird auch der Bau eines dritten Sportplatzes. Denn während der FC Bavaria Wörth bereit ist, das Stadion auf dem Dorschberg gegen das Gelände am Schauffele-See zu tauschen, sein beim FV Pfortz-Maximiliansau die Signale noch widersprüchlich. SPD-Fraktionssprecher Joachim Paul sprach mit Blick auf den beabsichtigen Bau von Wohnhäusern auf dem freiwerdenden Sportgelände auf dem Dorschberg von einem „Meilenstein“ in der Stadtentwicklung, vergleichbar der Ansiedlung von Daimler und der Entwicklung des Industriegebiets. Die SPD sei schon früh für die Verlagerung der Sportstätten gewesen - auch angesichts der zentralen Lage des Schauffele-Geländes zwischen Wörth und Maximiliansau. Die Sprecherin der Grünen, Iris Lindner, wies darauf hin, dass den Stadtrat ein jahrelanges Verfahren erwarte, in dem die Details erst festgelegt werden. CDU-Fraktionssprecher Jürgen Weber sagte, dass nach der kontroversen Diskussion jetzt „in der Summe die wichtigen Dinge berücksichtigt“ seien, auch mit Blick auf die städtebauliche Entwicklung. Mit Blick auf die Refinanzierung des Millionenprojektes sei es wichtig, dass auch Gewerbe entwickelt werde. Im Bürgerpark werde eine Angebot geschaffen, das man zusätzlich für Schulsport nutzen könne.

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