Kreis Germersheim 71 Goldmedaillen und 262 Kilometer

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Mehr als 262 Kilometer im Wasser legten die Teilnehmer am 12-Stunden-Schwimmen am Samstag im Hallenbad Wörth zurück. Damit wurden bei der Veranstaltung des Schwimmclubs Wörth 10.481 Bahnen geschwommen. Über 100 Schwimmer nahmen teil, darunter 58 Jugendliche. Besonders aktiv: die Schwimmer von der IGS Rheinzabern.

„Wir sind glücklich!“ Und ja, Sabrina Schäfer und Dorkas Winter strahlen übers ganze Gesicht. Die beiden Lehrerinnen von der IGS Rheinzabern haben als letzte Teilnehmer das 25-Meter-Becken des Hallenbades verlassen. Schäfer hat 3000 Meter geschafft, Winter nochmal 800 Meter mehr. Die Motivation: Spaß haben, das Team „IGS“ unterstützen – und vor allem einen Kollegen überflügeln, der Sport unterrichtet. Da dieser im 2000er-Bereich geblieben ist, können sich die beiden jungen Frauen über ihren Erfolg freuen. Und es gibt eine Goldmedaille. Diese bekommt jeder überreicht, der mindestens 2050 Meter zurücklegen konnte. Um sich gegenseitig bei Laune zu halten, wurden Witze erzählt. „Wir haben dumm gebabbelt, um es auf Pfälzisch zu sagen“, scherzte Schäfer. Die Organisatoren vom Schwimmclub können an diesem Samstag 71 goldene Medaillen verleihen. 30 Schwimmer erhalten eine Silbermedaille für eine Strecke zwischen 1050 und 2000 Metern; 7-mal wird eine Bronzemedaille verliehen, für die mindestens 550 Meter zu schaffen waren. Zwei Teilnehmer erreichen keinen Medaillen-Rang, aber auch sie dürfen eine Teilnehmer-Urkunde mit nach Hause nehmen. Damit auch jede geschwommene Bahn in die Wertung einfließt, sitzen am Becken ehrenamtliche Helfer des Vereins. Auf der persönlichen Startkarte des Teilnehmers wird jede Bahn abgestrichen. „Erst ein diagonaler Strich für die erste Bahn, dann wird das X vollständig, wenn die zweite Bahn geschafft ist“, erklärt Simone Rinck, eine der „Bahnenzählerinnen“. Sie ist Mutter einer aktiven Schwimmerin des Vereins und hilft gerne bei Veranstaltungen. Ohne Helfer ist eine solche Veranstaltung nicht machbar, weiß der Schwimmclub-Vorsitzende Algi Gerundt. Alleine in der Schwimmhalle sind während der 12 Stunden 30 bis 40 Helfer im Einsatz. Dazu kommen gut 10 weitere im Anmeldebereich. „Die Stadt Wörth hat uns das Bad für diesen Tag zur Verfügung gestellt“, freut sich Gerundt. Die letzte Veranstaltung dieser Art gab es 2012 in Wörth. Gerne würde der Verein das 12-Stunden-Schwimmen wieder öfters anbieten. Dann aber vielleicht unter einem anderen Namen, denn manch ein Interessent befürchtete er müsse 12 Stunden durchschwimmen. Dem ist natürlich nicht so. Innerhalb der 12 Stunden kann jeder anfangen und aufhören, wann er möchte. „Viele haben den Ehrgeiz die Goldmedaille zu erreichen“, weiß Nina Hüll, die ebenfalls Bahnen zählt. Im Schnitt schafft jeder Teilnehmer 2382 Meter. Auch Kinder treibt der Wunsch nach einer Medaille an, weiß Gerundt. „Denen rate ich: macht langsam, ihr habt Zeit!“ Auf Wunsch geben Nina und ihre Kollegen auch Zwischen-Ergebnisse bekannt. „Noch 10 Bahnen, dann ist es Silber!“ Und auch Anfeuerung kommt vom Beckenrand. Zwei Teilnehmer schwimmen bei der Veranstaltung jeweils 10 Kilometer: Friederike Danneil und Martin Trauth. Trauth ist Trainer beim Schwimmclub. Auf den Plätzen 3 und 4 sind zwei Schüler der IGS Rheinzabern: Samuel Rajcic absolviert 6025 Meter, Nico Stober 6000 Meter. Die 18 Teilnehmer der IGS schaffen gemeinsam 53.725 Meter. Auf dem zweiten Platz der Schulen: das Europa-Gymnasium Wörth mit 13 Teilnehmern und 27.250 Metern Schwimmstrecke. Die IGS Wörth stellt 6 Teilnehmer und schafft 12.850 Meter – Platz 3. |mb

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