Kreis Germersheim 251 Bäume in Kataster aufgenommen

Das Baumkataster der Ortsgemeinde ist erstellt. Es umfasst aktuell 251 Bäume, für deren Standfestigkeit die Gemeinde verantwortlich ist. Ab sofort sollen diese Bäume auf gemeindlichen Grundstücken regelmäßig kontrolliert und ihr Zustand in einer Datei notiert werden.
Diese Fakten erläuterte Baumpflege-Fachmann Thomas Pfirrmann aus Wörth den Ratsmitgliedern in der Sitzung des Gemeinderates am Dienstag. Der Baumpflegebetrieb Marianne Pfirrmann erhielt vor über eineinhalb Jahren von der Ortsgemeinde den Auftrag, das Baumkataster anzulegen. Pfirrmann erklärte, warum Kommunen ein Baumkataster brauchen: „Jeder Grundstückseigentümer ist für die Verkehrssicherheit zuständig“. Dazu gehöre, dass von Bäumen keine Gefahren ausgehen dürfen. Sie dürfen weder morsche Äste haben noch insgesamt umsturzgefährdet sein. Deshalb wurden die Bäume zweimal im Jahr begutachtet, im belaubten und im unbelaubten Zustand. Wenn trotz dieser Kontrollen und weiteren jährlichen Sichtungen der Fall eintritt, dass durch einen Baum ein Mensch oder Dinge beschädigt wurden, könne die Gemeinde belegen, dass sie ihren Pflichten als Eigentümer nachgekommen ist. Denn auf dem Datenblatt jedes Baumes ist genau vermerkt, in welchem Zustand sich die Wurzeln, der Stamm und die Äste befinden und wann er zuletzt geprüft wurde. Außerdem wird je nach Zustand entschieden, ob sie Pflege bedürfen oder sogar komplett gefällt werden müssen. Unter den Bäumen in Hatzenbühl, so das erste Fazit, befinden sich keine akut kranken oder gar zu fällende Bäume, so Thomas Pfirrmann. Bei einigen sollten Pflegeschnitte geplant werden, diese könnten in den nächsten zwei bis drei Jahren erfolgen. Das Anlegen des Baumkatasters kostete je Baum 7,50 Euro. Die Daten wurden elektronisch und klassisch auf Stammblättern erfasst. Für die künftige jährliche Begutachtung würde die Firma aus Wörth pro Baum 3,50 Euro berechnen. Bisher hat der Gemeinderat die regelmäßigen Kontrollen noch nicht vergeben, darüber wird in einer kommenden Sitzung entschieden. Das Gewerbegebiet „Gereut“ soll erweitert werden. Als nächsten Schritt zur Baureife des kleinen Erweiterungsgebietes entlang der Haynaer Straße beschloss der Rat einstimmig das Erstellen eines Bebauungsplans. Er betrifft eine Fläche von etwa 0,56 Hektar. Durch die neue Gewerbefläche kann sich ein im Gewerbegebiet ansässiger Betrieb erweitern, er hatte diesbezüglich angefragt. Im Haushaltsplan sind 18.000 Euro an Planungskosten vorgesehen. Für den Bau der WC-Anlage beim Vereinsheim vergab der Rat die letzten Handwerkeraufträge. Die elektrischen Arbeiten gehen an die Firma Joachim Werling aus Hatzenbühl (9700 Euro), der Trockenausbau wird von der Firma Lemke aus Bad Bergzabern (5400 Euro) erledigt. Fertig soll die WC-Anlage in zwei Monaten sein.