Kreis Germersheim 1300 Quadratmeter Platz für Kinder

Die Kinder haben ihre neue Kita längst erobert.
Die Kinder haben ihre neue Kita längst erobert.

Nur strahlende Gesichter sah man gestern bei der Einweihung der neuen Kita, die nach Louise Scheppler benannt wurde und seit kurzem über den ebenfalls neu gebauten „Seiläckerweg“ erreicht werden kann. Statt der erst geplanten vier Gruppen können hier künftig sechs Gruppen auf zwei Etagen aufgenommen werden, was allerdings für den Bedarf der Boom-Town Wörth noch immer nicht ausreicht.

Die Baukosten für das großzügige und dank Aufzug auch behindertengerechte Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 1.300 Quadratmetern liegen bei rund 3.745 000 Euro. Bauherrin und Inhaberin ist die Stadt Wörth, die vom Kreis rund 325.000 und vom Land etwa 508.000 Euro als Zuschüsse erhielt. Betrieben wird die Kita ebenso wie der Oberlin-Kindergarten von der evangelischen Christusgemeinde. Bürgermeister Dennis Nitsche lobte das helle und kindgerechte Gebäude, das nach Plänen des Architekturbüros Hort+Hensel aus Kaiserslautern entstanden ist. Die Stadt habe sich engagiert, weil man auch für die frühkindliche Erziehung optimale Voraussetzungen schaffen wolle, sagte Nitsche. Allerdings sei dies nicht der letzte Neubau einer Kindertagesstätte. Man werde wohl noch rund 300 zusätzliche Plätze anbieten müssen. Rechne man den Bedarf für die unter zweijährigen Kinder hinzu, so brauche man etwa 350 Kita-Plätze im Bereich des Ortsbezirks Wörth. Pfarrer Andreas Pfautsch deutete an, dass bei diesem Projekt viele Personen gut und vorbildlich zusammen gearbeitet hatten. So sei es gelungen, in relativ kurzer Zeit, Baubeginn war am 6. März 2017, ein solches Projekt umzusetzen. Erst am 12. September 2017 habe die neue Louise-Scheppler-Kita in den Räumen des Gemeindezentrums in der Friedenskirche mit zwei Gruppen ihre Arbeit aufgenommen. Seit mehr als 90 Jahren betreibe die Christuskirchen-Gemeinde den Oberlin-Kindergarten in Wörth. Louise Scheppler sei eine der wichtigsten Mitarbeiterinnen von Pfarrer Johann Friedrich Oberlin im Elsass gewesen, deshalb trage die Kita ihren Namen. Zwischenzeitlich habe man 18 Erzieherinnen eingestellt und auch drei Mitarbeiterinnen, die den etwa 120 Kindern täglich ein frisches Mittagessen zubereiten können. Auch eine Mensa sei vorhanden. Glücklich sei man darüber, nach Fertigstellung der sechsten Gruppe etwa 72 Ganztags-Kita-Plätze anbieten zu können. Barbara Hort und Bauleiter Hess vom Architekturbüro nannten eindrucksvolle Zahlen zum Kita-Bau. So wurden alleine 2.500 Kubikmeter Erde bewegt, 650 Kubikmeter Beton verarbeitet und 13 Kilometer Kabel verlegt. Die moderne Kita entspreche dem Passivhausstandard und habe eine Lüftungsanlage mit der Möglichkeit elektrischer Zuheizung. Die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage erzeuge den Strom für den Eigenverbrauch. Schon am 22. Mai waren die Kinder eingezogen und hatten von Haus und den Spiel- und Sportanlagen Besitz ergriffen. |fh

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