Kreis Germersheim Überschwemmung: Anwohner fordern von Stadt Lösung

Kandel. Derzeit wird in der Stadt Kandel um die Umsetzung des Baugebietes K2 gerungen. Hintergrund ist, dass von 41 Eigentümern noch nicht alle den privatrechtlichen Erschließungsvertrag unterschrieben haben. Im Sommer 2016 war die unterhalb des geplanten Baugebiets gelegene Hubstraße nach einem Starkregen überschwemmt worden, Anwohner hatten Schlamm und Wasser in Gärten und Häusern. Sie fordern nun eine Lösung unabhängig von der Zukunft des Baugebiets.
„Wir teilen die Ansicht nicht, dass durch das Neubaugebiet K2 unsere Problematik mit Schlamm und Wasser gelöst wird, vor allem, da es bei der Bedrohung unserer Häuser und Grundstücke nicht nur um das Oberflächenwasser sondern auch um das Druckwasser aus der Kanalisation geht“, schreiben die Anwohner in einer Stellungnahme. „An dieses ohnehin überlastete Kanalsystem soll dann auch noch K2 angeschlossen werden.“ Die Anwohner befürchten, dass vor allem in der Bauphase die Situation noch bedrohlicher werden könnte. „Durch Baugruben, Erdaufschüttungen und ähnliches wird das Gelände noch instabiler“, befürchten die Anwohner. „Alle Beteuerungen, dass mit K2 die Probleme beendet wären sind Mutmaßungen, denen wir keinen Glauben schenken. Wenn es nicht funktioniert, müssen wir es alleine ausbaden.“ Deshalb fordern sie die Stadt Kandel auf, „unabhängig von K2 eine dauerhafte Lösung für die Situation hinter unseren Anwesen zu finden und endlich tätig zu werden, damit wir 2017 nicht wieder in einem ’Jahrhunderthochwasser’ davon schwimmen.“ |rhp