Leiningerland Zukunft des Pflegestützpunkts ungewiss
Die wohnortnahe Beratungsstelle für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen aus der Region Grünstadt ist bis auf Weiteres nicht besetzt. Darüber informiert die Kreisverwaltung Bad Dürkheim. Ihr zufolge liegt der Grund darin, dass alle drei halben Personalstellen vakant sind und noch nicht nachbesetzt werden konnten.
Die Träger- und Finanzierungsstruktur der Pflegestützpunkte im Landkreis Bad Dürkheim ist etwas kompliziert. Beteiligt sind die Pflegekassen und Krankenkassen, das Land Rheinland-Pfalz und der Landkreis im Rahmen einer Kooperationsgemeinschaft, wobei die AOK Rheinland-Pfalz die Administration übernommen hat. Im Pflegestützpunkt Grünstadt stelle die AOK Rheinland-Pfalz weiterhin eine halbe Pflegeberatungsstelle zur Verfügung, teilt die Kreisverwaltung auf Anfrage mit.
Sozialstation und ASB kündigen Trägerschaft
Die Mitarbeiter der Beratungs- und Koordinierungsstelle (BeKo) mit zwei halben Stellen wurden bisher von ambulanten Pflegediensten aus der Region angestellt. In Grünstadt waren das laut Kreisverwaltung die dortige Ökumenische Sozialstation und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Grünstadt-Eisenberg. Diese beiden Kooperationspartner hätten aus Mangel an Nachfolgern für die unbesetzten Stellen ihre Trägerschaft zum 30. Juni gekündigt. Die Suche nach einem neuen Träger laufe noch bis Mitte Juni. Man hoffe, dass sich ein freier Träger für die Aufgabe findet.
Wer bis dahin eine dringende Auskunft zur Pflegeversicherung und deren Leistungen benötige, könne sich an seine Kranken- beziehungsweise Pflegekasse wenden, heißt es aus dem Kreishaus. Privatversicherten steht die „Compass Pflegeberatung für Privatversicherte“ unter Telefon 0800 1018800 zur Verfügung. Außerdem weist der Landkreis auf den AOK-Pflegenavigator im Internet sowie den Pflegelotsen der Ersatzkassen (VdeK) hin. Bei Fragen rund ums Thema Pflege kann man sich auch an die Verbraucherzentrale unter Telefon 06131 2848810 wenden.