Guggemol
Wundertüte im Wald
Was ist das denn, eine verlorene Tasche? Oder eine Art Waldwichteln, wie ein vorgezogenes Weihnachtswichteln, bei dem man die Überraschung behalten darf?
Positiv ist an diesem Waldfund bei Deidesheim immerhin, dass es sich um keine verpönte Plastiktüte handelt, so mitten im Gehölz. Das kann man heutzutage gar nicht mehr bringen, nicht einmal für den einmaligen Gebrauch: Selbst ein weiteres Leben als Müllbeutel, Fahrradsattel-Regen-Schutzhaube, Regenhaube oder ähnliche „tolle“ Verwendungszwecke sind schließlich pfui. Aber was könnte drin sein, in so einer Öko-Wundertüte, sollte sie mit voller Absicht mitnehmfreudig drapiert worden sein? Vielleicht Esskastanien, Tannenzapfen, Eicheln und Steine als Bastelmaterial für die Kleinen?
Andererseits ist noch etwas mit „Sägemaschinen“ zu lesen. Das ist natürlich nicht so ganz kindgerecht. Möglicherweise hat doch ein Förster die Tasche verloren? Das Ganze erweckt auch den Anschein, als hätte der gute Bio-Stoffbeutel unten ein Loch. Vielleicht sollte man immer gleich ein „Stoffbeutel-Rettungs-Nähset“ mit verkaufen. Dann könnte man zu Nadel und Faden greifen und noch mehr „Plastikdudde“ vermeiden. Und wer mit einer Kettensäge umgehen kann, meistert vielleicht auch die kleine Näharbeit.