Hassloch / Deidesheim / Maikammer
Wo sind fest installierte Lüftungsanlagen möglich?
Dazu wird zunächst untersucht, welche Räume für einen Einbau geeignet sind. Der Bund bezuschusst die Kosten über ein bis Ende 2021 befristetes Förderprogramm mit bis zu 80 Prozent.
In Haßloch kommen in den beiden Grundschulen sowie in den Kitas und im Kinderhort insgesamt 40 Räume in Frage. Im Falle einer Ausstattung aller Räume rechnet die Verwaltung bei 10.000 bis 15.000 Euro pro Gerät mit Gesamtkosten von rund einer halben Million Euro. Bevorzugt werden Kompaktlüftungsgeräte mit Außenwandanschlüssen (Frischluftzufuhr) und einer Größe, die der eines großen Standkühlschrankes entspricht (80 mal 80 Zentimeter Grundfläche, zwei Meter Höhe). Die 1000-Watt-Geräte haben laut Verwaltung eine Wärmerückgewinnungsrate von 90 Prozent, die Geräuschentwicklung liegt bei rund 25 Dezibel. Der Bau-, Verkehrs- und Entwicklungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung entschieden, alle Räume durch einen Fachingenieur auf ihre Eignung prüfen zu lassen, auf dieser Grundlage Förderungen beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu beantragen und dann bis zum Winter nach und nach Lüftungsanlagen zu installieren.
VG Deidesheim: Unterschiedliche Ausgangslagen
In der Verbandsgemeinde Deidesheim muss die Verwaltung unterschiedliche Ausgangssituationen berücksichtigen. So ist in Meckenheim noch nicht entschieden, ob die Schule saniert wird, oder ob es einen Neubau gibt. Deshalb kommen dort nur mobile Geräte infrage, wie Verbandsbürgermeister Peter Lubenau (CDU) erklärt. In Niederkirchen soll die Schule noch in diesem Jahr saniert werden, dabei sollen Lüftungsanlagen eingebaut werden. Offen ist allerdings der genaue Zeitpunkt der Arbeiten. Für Deidesheim schließlich würden derzeit Angebote eingeholt. Das Problem dort: Das Gebäude gehört zu einem denkmalgeschützten Ensemble. „An den Außenfassaden ist da vermutlich nicht viel zu machen“, so Lubenau. Bei den Lüftungsanlagen gehe es um Anlagen, die das gesamte Luftvolumen fünf bis sechs Mal pro Stunde austauschen. Nur dann seien sie zuschussfähig, so Lubenau.
In der Verbandsgemeinde Lambrecht wird derzeit die Grundschule in Lindenberg saniert, dort ist eine Luftfilteranlage vorgesehen. Für die anderen Schulen gebe es noch keine konkreten Pläne, informierte Verbandsbürgermeister Gernot Kuhn (CDU). Dort müsse geprüft werden, in welchen Klassenräumen Anlagen eingebaut werden könnten. Mobile Anlagen seien kein Thema mehr.
Genauso ist es in der Verbandsgemeinde Maikammer. Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass der Wartungsbedarf bei diesen Geräten zu hoch sei, so Verbandsbürgermeisterin Gabriele Flach (CDU). Geprüft werde aber, wo in Schulen und Kitas fest verbaute Anlagen möglich sind. Ein Ergebnis erwarte sie in zwei bis drei Wochen. Flach geht aber davon aus, dass ein Einbau vermutlich erst im kommenden Jahr möglich sei.