Dirmstein
Was Bürger ärgert: Wenn bei Trauerfeiern die Tontechnik versagt
In Dirmstein versagte die Tontechnik in den vergangenen Wochen bei mindestens zwei Trauerfeiern. Eine davon hat Karlheinz Daniel Anfang Dezember besucht. Er stand mit zahlreichen Trauergästen vor dem Eingang der Friedhofshalle – und konnte nicht hören, was drinnen gesprochen wurde. „Das war beschämend“, meint er. So etwas dürfe nicht passieren, es müsse vor der jeweiligen Beerdigung die Anlage rechtzeitig überprüft werden. Der Dirmsteiner weist darauf hin, dass die Ortsgemeinde ja schließlich Friedhofsgebühren einnimmt.
Auch für Pfarrerin Jutta Fang war die besagte Beerdigung schwierig, zumal es bereits Mitte November zu einem Totalausfall der Lautsprecheranlage gekommen sei. „Ich habe zwar versucht, laut zu sprechen, aber ohne Mikro geht es einfach nicht“, berichtet Fang. „Außerdem kann man erwarten, dass die Anlage vorher von Gemeindebediensteten getestet wird und während der Beerdigung ein Gemeindearbeiter als Ansprechpartner vor Ort ist.“
Einen Tag vorher hat’s noch funktioniert
Ortsbürgermeister Bernd Eberle (FWG) stimmt den Schilderungen weitgehend zu. Das sei für alle Beteiligten sehr unschön und für die Gemeinde peinlich und unangenehm gewesen, sagt er. Mitte November, nach der ersten Reklamation, sei die Verstärkeranlage zur Reparatur gegeben worden. Zusammen mit einem Mitarbeiter habe er die Anlage am 30. November getestet, da habe sie einwandfrei funktioniert. Was am nächsten Tag schief lief, könne er nicht nachvollziehen. „Krankheitsbedingt war aber leider kein Gemeindebediensteter vor Ort“, berichtet Eberle. „Aber die Leute vom Beerdigungsinstitut kennen die Anlage eigentlich.“
Inzwischen hat der Bürgermeister die Lautsprecheranlage erneut geprüft und so eingestellt, dass nur noch das Mikrofon angeschaltet werden muss. Und Pfarrerin Fang bestätigt nach der jüngsten Trauerfeier: „Ja, jetzt funktioniert alles wieder.“