Hassloch / Lambrecht / Deidesheim RHEINPFALZ Plus Artikel Wahlkabinen werden nach jedem Wahlvorgang desinfiziert

Für Wahl am 8. November gibt es eine Hygienekonzept des Landes.
Für Wahl am 8. November gibt es eine Hygienekonzept des Landes.

Die Landrats- und Bürgermeisterwahlen am 8. November werden coronabedingt etwas anders ablaufen als gewohnt. Das Land hat den Kommunen ein Hygienekonzept an die Hand gegeben. Unterdessen rechnen die Kommunen mit einem steigenden Anteil an Briefwähler.

In den kommenden Tagen werden die Bürger im Landkreis Bad Dürkheim die Wahlbenachrichtigung im Briefkasten haben. „Die Briefe sind am Montag an die Post gegeben worden“, informiert Jürgen Keller, Büroleiter bei der Verbandsgemeinde Lambrecht. Dort stehen ebenso wie in Haßloch am 8. November zwei Wahlen an, neben der Landratswahl die Wahl des Verbandsbürgermeisters beziehungsweise des Bürgermeisters. Auch in Haßloch sind am Montag die Wahlbenachrichtigungen verschickt worden.

Unterdessen haben die Verwaltungen bereits ihr Team an Wahlhelfern zusammengestellt. Etwa zehn bis elf Helfer werden pro Stimmbezirk gebraucht. In der Verbandsgemeinde Lambrecht sind das also etwa 120, in der Verbandsgemeinde Deidesheim 100, in Haßloch sind es jeweils acht in jedem der 16 Stimmbezirke, also 128.

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Änderungen bei den Wahllokalen

Einlasskontrollen vor Wahllokalen

Zu den üblichen Aufgaben kommen dieses Mal coronabedingt weitere hinzu. Dabei orientieren sich die Verwaltungen in Lambrecht, Deidesheim und Haßloch an den Empfehlungen, die der Landeswahlleiter für die Landtagswahl 2021 herausgegeben hat und nach denen ebenso auch bei den Bürgermeisterwahlen verfahren werden soll. So wird es vor den Wahllokalen Einlasskontrollen geben, um zu vermeiden, dass sich zu viele Menschen in den Räumen aufhalten. Die Wahlkabinen müssen außerdem nach jedem Wahlvorgang desinfiziert werden, auch die Stifte. Diese bleiben nicht in der Wahlkabine liegen, wie normalerweise bei Wahlen. „Die Wähler bekommen mit dem Wahlzettel einen Stift, den sie nach dem Wählen in ein Behältnis werfen. Die Stifte werden dann desinfiziert“, erklärt Keller. Wähler dürfen auch ihre eigenen Stifte mitbringen.

Die Wahlvorstände werden durch Plexiglaswände geschützt und sitzen 1,5 Meter weit voneinander entfernt. An ihrem Platz tragen sie keine Maske. „Das würde dem Verhüllungsverbot widersprechen“, sagt Keller. Maske tragen ist dagegen beim Wählen angesagt sowie beim Auszählen der Stimmen. In einigen Gemeinden hat es auch Änderungen bei den Wahllokalen gegeben, da die bisherigen zu klein sind.

Mehr Briefwähler erwartet

Die Verwaltungen gehen außerdem davon aus, dass der Anteil der Briefwähler, der bereits bei den vergangenen Wahlen stets zugenommen hat, weiter wachsen wird. Die Verbandsgemeinde Lambrecht geht beispielsweise von einem Anteil von „35 Prozent aufwärts“ aus. In der Verbandsgemeinde Deidesheim haben bei der jüngsten Kommunalwahl bereits rund 4500 Wähler per Brief gewählt, das entspricht einem Anteil von etwa 46 Prozent. „Wie viele es dieses Mal werden, hängt natürlich auch mit der Wahlbeteiligung zusammen“, sagt Oliver Götz, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Organisation und Finanzen.

In Haßloch lag der Anteil der Briefwähler bei der jüngsten Kommunalwahl bei 30,2 Prozent. Die Verwaltung rechnet laut Pressesprecher Marcel Roßmann diesmal mit mindestens diesem oder einem höheren Anteil. Die Wähler haben vier Möglichkeiten, Briefwahl zu beantragen: per Formular auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung, online über www.hassloch.de, formlos per E-Mail an die Verwaltung oder persönlich im Bürgerbüro.

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